Berlin - Bis zum Jahr 2020 werden nach der McKinsey-Studie nicht einmal 50 Prozent der Bevölkerung noch ein Einkommen auf Durchschnittsniveau haben. Das wären zehn Millionen Menschen weniger als Anfang der neunziger Jahre. Verantwortlich für diese Entwicklung sei das unzureichende Wirtschaftswachstum, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Studie des Beratungsunternehmens.
Vater mit Kind: Wirtschaftswachstum kommt bei vielen nicht an
In der Studie "Deutschland 2020" vergleichen die Experten die Folgen zweier Szenarien. Im ersten bleibt das Land auf dem bisher eingeschlagenen Pfad schwachen Wachstums. Im zweiten wächst die Wirtschaft weitaus dynamischer. Sollte die Bundesrepublik den ersten Weg weiter verfolgen, könnten fast 30 Prozent der Bürger mit ihrem Einkommen aus der Mittelschicht herausfallen und damit den wirtschaftlichen Anschluss verlieren, berichtete das Blatt.
Beraterfirma hält Wachstum von drei Prozent für möglich
Anders sehe es aus, wenn die Bundesrepublik die Wende zu einer dynamischen Volkswirtschaft schaffte. In diesem Fall sei ein Wachstum von drei Prozent pro Jahr möglich. In einem solchen Szenario könnte sich den Berechnungen zufolge das mittlere Einkommen in Deutschland gegenüber dem Jahr 2006 um über 40 Prozent von 25.000 auf rund 36.000 Euro erhöhen.
McKinsey beruft sich laut "Welt am Sonntag" auf Untersuchungen von elf Branchen, die mehr als 50 Prozent der deutschen Volkswirtschaft ausmachten. Zur Mittelschicht zählen die Experten jene Bürger, die 70 bis 150 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen lag 2006 den Berechnungen von McKinsey zufolge bei rund 25.000 Euro im Jahr.
Mitte laut DIW bis 2006 auf 54 Prozent gesunken
Wachstumsraten von drei Prozent, wie sie die Bundesrepublik zuletzt Mitte der achtziger Jahre erlebte, seien aus Sicht der McKinsey-Experten nicht unrealistisch. "Wir gehen davon aus, dass wir auf einen solchen Wachstumspfad mit drei Prozent pro Jahr kommen können, und das deutlich vor 2020", sagte Mattern dem Blatt. "Die Weltwirtschaft wächst um rund vier Prozent, da müssten doch die drei Prozent eine Ambition sein."
Nach bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sank der Anteil der Mittelschicht an der Bevölkerung zwischen den Jahren 2000 und 2006 drastisch von 62 auf 54 Prozent, entsprechend einem Rückgang von 49 auf 44 Millionen Menschen.
itz/AP
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Quatsch. Wer so viel haben will, wie die Massen in D, muss es auch bezahlen koennen. Also gehts direkt in den Sozialtopf und nicht erst zum Buerger. Mich wuerde mal der Summenlohn - alle Wohltaten fuer den Buerger - im [...] mehr...
Was für eine absurde Darstellung! Das Schrumpfen der Mittelschicht ist das unmittelbare Resultat einer Politik, die seit Jahren die utopische Fiktion des Freien Marktes als Allheilmittel propagiert. Das Ergebnis eines solchen [...] mehr...
Sicher kann McKinsey uns dann auch entsprechend beraten - gegen saftige Honorare versteht sich. Nee, die Jungs & Mädels Unternehmensberater haben bei mir schon vor Jahren ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Diese Berater [...] mehr...
Womit wir bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Dienstleistung wären. Na also, geht doch ;) mehr...
Dazu noch anzumerken ist meiner Meinung nach, daß heute viele, die von staatlichen Zuwendungen leben (können), einen höheren Lebensstandard haben, als ein Facharbeiter bis in die 80er Jahre hinein, der für einen Farbfernseher, [...] mehr...
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