Peking - Sie lieben Schweinefleisch und ausgerechnet das ist richtig teuer geworden: Weil die Preise für Lebensmittel in China deutlich angezogen haben, ist auch eines der Lieblingsnahrungsmittel wertvoll geworden. Inzwischen müssen die Chinesen 47,9 Prozent mehr für Fleisch ausgeben, für Schweinefleisch legen sie sogar 68,3 Prozent mehr hin. Auch Speiseöl wurde um 46,6 Prozent teurer.
Die Preissteigerungen, vor allem bei Nahrungsmitteln, haben die Inflation auf den höchsten Stand seit elf Jahren gebracht. Der Zuwachs der Verbraucherpreise erreichte im April 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allein die Nahrungsmittel wurden um 22,1 Prozent teurer, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete.
Die Inflation dürfte sich auch in andere Bereiche der Wirtschaft ausbreiten, da der Preisindex für Produzenten im April überraschend stark um 8,1 Prozent angestiegen ist. Die Kostensteigerungen vor allem für Energie und Rohstoffe, die die Fabriken zu verkraften haben, dürften nach Schätzungen von Experten etwa in einem halben Jahr bei den fertigen Produkten am Markt durchschlagen. Kaum jemand glaubt, dass das im März verkündete Ziel der Regierung von weniger als 4,8 Prozent Inflation im ganzen Jahr noch erreicht werden kann.
sam/dpa-AFX
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH