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Enttäuschte Familien Die Wahrheit über das Elterngeld

7. Teil: "Das Elterngeld hilft unbürokratisch"

Das Baby ist da - doch das Elterngeld lässt auf sich warten. Diese Erfahrung machen in Deutschland Tausende Mütter und Väter. Laut Familienministerium wird ein Elterngeldantrag vier bis sechs Wochen bearbeitet, bevor das erste Geld fließt. Bei komplizierten Fällen kann es aber auch deutlich länger dauern.

Und die Lage entspannt sich keineswegs: In Hamburg zum Beispiel stauen sich die Anträge laut Senat immer länger. Wartezeiten von zwei Monaten sind keine Seltenheit. Chaos herrscht auch in Nordrhein-Westfalen. Allein in Münster verzögerte sich die Auszahlung in Tausenden Fällen.

Das Familienministerium hat zwar eine Hotline eingerichtet, bei der sich verunsicherte Eltern melden können. Doch viele klagen über lange Wartezeiten. "Es ist nie ein Durchkommen", schimpft eine Mutter.

Viele Familien helfen sich deshalb selbst. In speziellen Internet-Foren tauschen sie Erfahrungen aus, diskutieren knifflige Detailfragen, geben sich gegenseitig Tipps. Allein auf der Seite www.elterngeld.net finden sich 18.000 Beiträge. "Für mich ist das Elterngeld noch immer ein Buch mit sieben Siegeln", schreibt Userin "Katja79".

"Happydad" beschwert sich, weil sein Elterngeldantrag nach drei Monaten immer noch nicht bearbeitet worden sei. "Das heißt im Klartext für meine Familie, dass wir uns einen Kredit nehmen können."

Großen Ärger erleben Väter und Mütter, wenn sie ihren Elterngeldantrag nachträglich ändern möchten, zum Beispiel weil sich eine neue berufliche Situation ergeben hat. Die Behörden lehnen dies generell ab - erlaubt sind Änderungen nur in Härtefällen wie Krankheit oder Tod. Immerhin wollen die Koalitionsfraktionen das Elterngeldgesetz in diesem Punkt korrigieren. Künftig soll man den Antrag auch ohne Angabe von Gründen ändern dürfen. Aber nur einmal.

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insgesamt 453 Beiträge
HariboHunter 11.06.2008
Man koennte auch sagen: 6884 Lehrer fehlten ueber gesammte Zeit an Ihren Schulen.
Man koennte auch sagen: 6884 Lehrer fehlten ueber gesammte Zeit an Ihren Schulen.
dienoth 11.06.2008
Das Elterngeld war eine gute Idee, wenn ich aber sehe, dass das Elterngeld bei der Steuererklärung einer Familie zu einem höheren Steuersatz führt kommt mir die Galle hoch. Das Eltergeld richtet sich bis zu einem Höchstsatz am [...]
Das Elterngeld war eine gute Idee, wenn ich aber sehe, dass das Elterngeld bei der Steuererklärung einer Familie zu einem höheren Steuersatz führt kommt mir die Galle hoch. Das Eltergeld richtet sich bis zu einem Höchstsatz am NETTO einkommen 2/3. Da werden noch einge Familien Steuernachforderungen entgegensehen. Bei mir hätte einfach sehr viel Geld gefehlt, deswegen bin ich nicht daheim geblieben...
Peraldo 11.06.2008
Pah - gute Idee! Das war doch mal wieder nur eine Umverteilung von unten nach oben! Wer viel verdient, kriegt auch viel. Wer wenig verdient, ist mal wieder gear...t! Bei den höheren Einkommensstufen gibts einen ordentlichen [...]
Zitat von dienothDas Elterngeld war eine gute Idee, wenn ich aber sehe, dass das Elterngeld bei der Steuererklärung einer Familie zu einem höheren Steuersatz führt kommt mir die Galle hoch. Das Eltergeld richtet sich bis zu einem Höchstsatz am NETTO einkommen 2/3. Da werden noch einge Familien Steuernachforderungen entgegensehen. Bei mir hätte einfach sehr viel Geld gefehlt, deswegen bin ich nicht daheim geblieben...
Pah - gute Idee! Das war doch mal wieder nur eine Umverteilung von unten nach oben! Wer viel verdient, kriegt auch viel. Wer wenig verdient, ist mal wieder gear...t! Bei den höheren Einkommensstufen gibts einen ordentlichen Teil vom Vorgehalt. Bei den unteren Kathegorien, wo vielleicht schon vorher nur ein Teil ein Gehalt bezog oder ein Teil Vollzeit, der andere Teilzeit arbeiten ging, ist real die Neuregelung ein Schlag ins Geld: gabs vorher 300,- für 24 Monate, gibts jetzt nur noch 300,- für 12 Monate. Und das, wenn ichs richtig verstehe, auch nur, wenn der Mann 2 Monate zuhause bleibt. Unter dem Strich sind also die, die das Geld wirklich nötig haben, mal wieder die Verlierer.
Dunedin 11.06.2008
"Das Elterngeld sollte mehr Männer zur Kindererziehung bewegen, gebracht hat es wenig: Nur 6884 Väter nutzten im vergangenen Jahr die gesamte Elternzeit" Wie verwunderlich, aber jeder weiss doch das es nach der [...]
"Das Elterngeld sollte mehr Männer zur Kindererziehung bewegen, gebracht hat es wenig: Nur 6884 Väter nutzten im vergangenen Jahr die gesamte Elternzeit" Wie verwunderlich, aber jeder weiss doch das es nach der Inanspruchnahme von Elternzeit die Karierre schnell ein jähes Ende finden kann.
Peraldo 11.06.2008
Unfair: untere Einkommensschichten und Sonderfälle wurden abgestraft und um Zahlungen für 8-12 Monate gebracht. Mal wieder werden die Besserverdiener gestopft und die Bedürftigen gemolken. Unsinn: wo nur ein Gehalt vorhanden [...]
Zitat von sysopBeim Elterngeld klaffen Wunsch und Wirklichkeit oft weit auseinander. Was sind Ihre Erfahrungen? Ist das Elterngeld nach wie vor eine gute Idee - oder scheitert es im Praxistest?
Unfair: untere Einkommensschichten und Sonderfälle wurden abgestraft und um Zahlungen für 8-12 Monate gebracht. Mal wieder werden die Besserverdiener gestopft und die Bedürftigen gemolken. Unsinn: wo nur ein Gehalt vorhanden ist und es finanziell eh eng wird, kann sich der Verdiener nicht auch noch eine Auszeit leisten. Unrealistisch: viele Männer werden diese Auszeit schon deswegen nicht nehmen können, weil es beruflich überhaupt nicht MACHBAR ist. Genau darauf wird anscheinend auch spekuliert - Staat muß weniger zahlen. Unehrlich: während die Verantwortlichen scheinbare Erfolge feiern, schlagen sich tausende Betroffene mit der Praxis herum.
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