Berlin - Katerstimmung herrscht zwar noch nicht, doch die Aussichten trüben sich ein: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für das laufende zweite Quartal nur noch ein Wachstum von 0,2 Prozent. Ursprünglich hatte das Institut 0,5 Prozent vorhergesagt. "Nach dem furiosen Jahresauftakt ist das ein guter Wert", sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch um 1,5 Prozent gewachsen - so stark wie seit beinahe zwölf Jahren nicht mehr.
Dennoch besteht laut DIW kein Anlass zur Sorge: Trotz des schwächeren Frühjahres werde die deutsche Wirtschaft sich immer noch schneller entwickeln als im Durchschnitt der vergangenen acht Jahre.
Manche treffen die niedrigen Wachstumsraten dennoch hart: Vor allem in der Baubranche wird die Produktion kräftig zurückgehen. Die Wirtschaftsforscher gehen von einem Minus von rund 3,3 Prozent aus. Handel, Gaststätten und Verkehr konnten im Vorquartal noch kräftig zulegen. Nun treten sie auf der Stelle: Die DIW-Forscher prophezeien nur noch ein Wachstum von 0,2 Prozent.
cvk/Reuters/ddp/dpa
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