Wirtschaft



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14.06.2008
 

Schließungsplan

Politiker wollen Post-Filialen retten

Die Deutsche Post will alle Filialen schließen, doch jetzt schaltet sich die Politik ein. Union und SPD kündigen Widerstand gegen die Pläne an: "Verbraucherinteressen müssen vor Gewinnmaximierung stehen."

Dortmund - Union und SPD haben die Pläne der Deutschen Post zur Privatisierung ihres Filialnetzes scharf kritisiert. "Verbraucherinteressen müssen vor Gewinnmaximierung stehen", sagte der postpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Alexander Dobrindt (CSU), in den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

Post-Filiale (in Essen): Keine Hauruck-Aktionen
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DDP

Post-Filiale (in Essen): Keine Hauruck-Aktionen

Das Bielefelder "Westfalen-Blatt" hatte berichtet, dass sich die Post bis Ende 2011 komplett von ihrem eigenen Filialnetz trennen wolle. Alle noch bestehenden 750 klassischen posteigenen Filialen und ehemalige Postämter sollten in private Partnerfilialen umgewandelt werden - vor allem im Einzelhandel.

"Wir werden keine Hauruck-Aktionen der Deutschen Post akzeptieren", sagte Dobrindt nun in den "Ruhr Nachrichten". "Ich erwarte, dass sie nicht pauschal alle Filialen schließt, sondern in jedem einzelnen Fall Kommunen und Bürger in den Entscheidungsprozess miteinbindet." Die Umwandlung dürfe nur zum Vorteil der Kunden erfolgen.

Auch die SPD fürchtet Nachteile für die Kunden. "Die Filialen waren das qualitative Rückgrat der Post", sagte der postpolitische Sprecher der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, Klaus Barthel, dem Blatt. So müssten Kunden womöglich weit fahren, um ihre Pakete abzuholen - weil den Postagenturen oft der Lagerplatz fehle. Barthel habe zudem immer wieder mit Klagen der Postagentur-Betreiber zu tun, die sich über die schlechte Vergütung der Post beschwerten. Die Folge seien häufige Wechsel der Post-Partner.

wal/AFP/ddp

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