Frankfurt am Main - Das amerikanische Geldinsitut M&T Bank fühlt sich hintergangen: Die Deutsche Bank hatte Schuldverschreibungen verkauft, die sie als "sicher, unbedenklich und nahezu risikofrei" beschrieben hatte. Doch es waren minderwertige Hypothekenkredite, die in der Finanzmarktkrise massiv an Wert verloren. Die US-Regionalbank machte Millionenverluste. 82 Millionen Dollar Schadenersatz fordert die Bank deshalb vom Frankfurter Geldhaus.
Die Verluste sind beim Geschäft mit "Collateralized Debt Obligations" entstanden, einer Form von forderungsbesicherten Wertpapieren. Die Ankündigungen der Deutschen Bank, dass die Papiere "sicher" seien, seien betrügerisch gewesen, heißt es in der Klage.
Der Vorwurf: Die Deutsche Bank habe mit der Ankündigung "massiv" die Vorgaben für solche Geschäfte und das Gebot gebührender Sorgfalt bei der Auswahl und Bündelung der verkauften Kredite und Anleihen verletzt. Die M&T Bank ist an der mittleren Atlantikküste der USA angesiedelt.
Die Kreditkrise bescherte der Deutschen Bank
Abschreibungen von 2,2, Milliarden Euro - so viel wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Konkurrenten wie der Schweizer UBS haben jedoch im Zuge der Krise ein Vielfaches mehr in den Sand gesetzt. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann räumte eine Mitschuld der Banken an der der globalen Finanzkrise ein.
cvk/ddp/Reuters
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