Hamburg - Noch in diesem Jahr soll mit der Vorbereitung für den Bau des neuen Daimler-Werkes in Ungarn begonnen werden. 2012 wird die Produktion anlaufen. In Kecskemét, 80 Kilometer südlich von Budapest, werden dann zwei neue Kompaktwagen-Modelle wie die A- und die B-Klasse gefertigt. Damit soll die Produktpalette im Kompaktwagensegment von zwei auf vier Modelle vergrößert werden. Der Autohersteller reagiert so auf die gestiegenen Kraftstoffpreise und die strengeren Emissionsauflagen.
Mercedes: Neue Märkte in Osteuropa
Die Produktion in Ungarn solle das Werk im baden-württembergischen Rastatt aber nur ergänzen, sagte ein Daimler-Sprecher. Kapazitäten wolle man hierzulande nicht abbauen. "Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass wir eine stabile Beschäftigungssituation haben werden", sagte der Sprecher, Stellen würden nicht gestrichen.
Im ungarischen Werk entstehen Arbeitsplätze für 2500 Mitarbeiter. 800 Millionen Euro will Daimler dort investieren. Aber auch das bestehende Werk in Rastatt erhält Investitionen von 600 Millionen Euro, sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Die vier Kompaktmodelle sollen im Verbund zwischen den Produktionsstätten in Ungarn und Deutschland entstehen.
Im vergangenen Jahr liefen in Rastatt rund 280.000 Wagen der A- und B-Klasse von Mercedes vom Band. Insgesamt verkaufte die Daimler-Auto-Sparte 2007 rund 1,3 Millionen Wagen.
Auch andere deutsche Autobauer hatten in der Vergangenheit Produktionsstätten in Osteuropa gebaut. Volkswagen produziert in Moskau, Audi in Ungarn. Auch BMW ist mit einem Montagewerk im russischen Kaliningrad vertreten.
kjo/dpa-AFX/Reuters/ddp
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