Gummersbach - Im Deutschen Aktienindex sind die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften versammelt. Jedes dieser Unternehmen hat einen Vorstand, der sich aus mehreren Mitgliedern zusammensetzt. Und jedes dieser Vorstandsmitglieder erzielt ein ordentliches Einkommen.
Laut einer Studie konnten die Dax-Vorstände in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutlich höhere Gehaltssteigerungen einstreichen als andere Führungskräfte. Seit der Einführung des Deutschen Aktienindex (Dax
) im Jahr 1988 haben sich die Bezüge der Top-Manager mehr als versiebenfacht, teilt die Unternehmensberatung Kienbaum mit.
Die durchschnittlichen Gehälter stiegen von 445.800 Euro auf mittlerweile 3,33 Millionen Euro - ein Plus von 650 Prozent. Deutlich geringer fielen die Gehaltssteigerungen bei Führungskräften in nicht-börsennotierten Unternehmen aus. Sie konnten ihre Bezüge im gleichen Zeitraum lediglich verdoppeln, von 132.000 auf 268.000 Euro.
Noch geringer sehen die Gehaltssteigerungen bei leitenden Angestellten aus, erklärt Kienbaum. Sie konnten ihre Bezüge nur um 80 Prozent steigern, von durchschnittlich 62.000 Euro auf 111.000 Euro.
Die deutlich größeren Gehaltssteigerungen bei den Dax-Vorständen führt die Unternehmensberatung auf Veränderungen in der Vergütungsstruktur zurück. Während vor zwei Jahrzehnten das Festgehalt noch gut 80 Prozent der Bezüge ausgemacht habe, bestehe es heute zu 80 Prozent aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Die Stärkung erfolgsabhängiger Anteile habe sich motivierend auf die Top-Manager ausgewirkt, erklärt Kienbaum.
wal/AFP
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