Hamburg/Haren - Das System des Hamburger Unternehmens SkySails entwickelt laut Messungen an Bord des 90 Meter langen Mehrzweckfrachters "Michael A." weit mehr als fünfmal soviel Leistung pro Quadratmeter Segelfläche wie traditionelle Windantriebe, sagte der Geschäftsführer der Reederei Wessels in Haren an der Ems, Gerd Wessels, am Donnerstag.
"MS Beluga SkySails": Kraftstoffersparnis durch Großsegel
Abhängig von den Windverhältnissen sollen Schiffe mit dem Zusatzantrieb pro Jahr durchschnittlich 10 bis 35 Prozent Treibstoff einsparen. Reedereieigene Messungen zeigten jedoch, dass sich der Dieselverbrauch unter guten Windbedingungen zeitweise sogar um weit mehr als die Hälfte verringern lasse, sagte Wessels und fügte hinzu: "Alternativ konnten wir die Reisegeschwindigkeit des Schiffes mit Hilfe des Zugdrachenantriebs von 10,0 auf 11,6 Knoten steigern."
Das seit Ende 2007 getestete Windantriebssystem soll noch bis Anfang 2009 auf den Schiffen "Michael A." und "Beluga SkySails" erprobt werden. SkySails hat eigenen Angaben zufolge die Messergebnisse mit den Logbüchern von 13 baugleichen Schiffen ebenfalls in europäischen Seegebieten verglichen. Als mögliche jährliche Durchschnittsersparnis pro Schiff ermittelte der Hersteller selbst in einem Revier mit vielen windschwachen Regionen noch eine Treibstoffeinsparung von mehr als 15 Prozent, wie SkySails-Erfinder und Firmengründer Stephan Wrage sagte.
mik/ddp
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