Berlin - Die größten Preissteigerungen kommen auf Verbraucher im Umland von Würzburg zu. Hier erhöhen die lokalen Stadtwerke nach Angaben des Tarifvergleichsportals TopTarif den Preis für die Grundversorgung um 11,6 Prozent. Für eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4000 Kilowatt bedeute dies Mehrkosten von 93 Euro im Jahr.
Ab dem 1. August werden viele Verbraucher mehr für Strom bezahlen müssen. Insgesamt 22 Versorger wollen ihre Tarife erhöhen - im Schnitt um 5,6 Prozent. Betroffen sind laut TopTarif vor allem Kunden kleinerer und mittlerer Stadtwerke in Süd- und Ostdeutschland.
Auch für die kommenden Monate rechnet das Verbraucherportal mit steigenden Energiepreisen. Gerade für den Spätherbst und Winter seien weitere Preissteigerungen zu erwarten. Dabei würden voraussichtlich deutlich mehr Anbieter ihre Preise erhöhen.
Die angekündigte Tariferhöhung wäre die zweite in kurzer Zeit. Bereits zum 1. Juli hatten bundesweit 28 Strom- sowie 104 Gasanbieter ihre Preise angehoben.
Die explodierenden Energiepreise gehen den Verbrauchern zunehmend ins Geld: Nach einer Musterrechnung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung verwendete eine alleinstehende Person mit einem jährlichen verfügbaren Einkommen von knapp 12.000 Euro im Dezember 2007 gut zehn Prozent ihres Einkommens für Energie. Damals stand der Rohölpreis bei 91 Dollar pro Fass.
Ein halbes Jahr später - im Juni 2008 - sah das anders aus: Der Ölpreis stieg auf 132 Dollar, ein Single musste etwa 12,5 Prozent für Energie berappen. Sollte der Ölpreis in Zukunft auf 200 Dollar steigen, gingen sogar 16,6 Prozent des Einkommens für Energie drauf.
ssu/ddp
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