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21.07.2008
 

Trotz Gewinneinbruch

Bank of America stützt die Börse

Atempause für die Aktienmärkte: Der Gewinneinbruch bei der Bank of America fiel geringer aus als erwartet. Die Börsen reagieren mit Kursanstiegen. Von Entwarnung kann dennoch keine Rede sein.

Charlotte/New York - Die Bank of America Chart zeigen bewahrt die Börsianer vor einem weiteren Verlusttag. Zwar verbuchte der zweitgrößte US-Finanzkonzern im vergangenen Quartal wegen der Kreditkrise einen kräftigen Gewinnrückgang. Der Überschuss fiel allerdings mit 3,4 Milliarden Dollar immer noch deutlich besser aus als von den Märkten erwartet.

Bank-of-America-Filiale (in New York): Immobiliengeschäft enttäuscht
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REUTERS

Bank-of-America-Filiale (in New York): Immobiliengeschäft enttäuscht

Die Bank musste im Zuge der Finanzmarktkrise 1,2 Milliarden Dollar abschreiben. Abgesehen von den Geschäften rund um den Immobilienmarkt hätten aber alle Bereiche vergleichsweise gute Ergebnisse abgeliefert, sagte Konzernchef Kenneth Lewis. Mit 72 US-Cent Gewinn je Aktie übertraf die Bank denn auch die Vorhersagen der Analysten. Die Experten waren von einem Gewinn von 53 Cent pro Anteilsschein ausgegangen.

Damit setzt sich der leichte Aufwärtstrend in der Finanzbranche fort. Schon vergangene Woche hatten die Ergebnisse einiger US-Großbanken wie Citigroup Chart zeigen und JP Morgan die Börsenkurse gestützt. Ermuntert durch positive Geschäftszahlen der Bank of America legten die Anleger an der Frankfurter Börse ihre anfängliche Kaufzurückhaltung ab. Davon profitierten vor allem Finanzwerte, was dem Dax Chart zeigen ein leichtes Plus von rund 1,4 Prozent auf 6471 Punkte am frühen Nachmittag bescherte.

Papiere der Deutschen Bank Chart zeigen verteuerten sich zwischenzeitlich um 2,8 Prozent auf 58,19 Euro, die der Commerzbank Chart zeigen um 2,6 Prozent auf 21,72 Euro. Gegen den Trend rutschten dagegen die Papiere der Postbank Chart zeigen um 1,4 Prozent auf 48,11 Euro ab. Börsianer machten die schwindende Hoffnung auf einen baldigen Verkauf des Instituts hierfür verantwortlich. John Allan, Finanzchef der Postbank-Mutter Deutsche Post Chart zeigen, hatte in einem Zeitungsinterview vom Wochenende gesagt: "Sollten wir im Vorstand zu dem Ergebnis kommen, dass der Zeitpunkt für einen Verkauf schlecht ist, stehen wir nicht unter Druck, zu verkaufen."

Trotz der Aufwärtstendenz kann von Entwarnung keine Rede sein. US-Finanzminister Henry Paulson sprach am Wochenende von schwierigen bevorstehenden Monaten, betonte zugleich aber die Stabilität des Bankensystems. Die Wirtschaft stehe vor großen Herausforderungen. In den nächsten Monaten würden noch mehr Banken in Schwierigkeiten geraten, sagte Paulson am Sonntag in amerikanischen Talkshows. "Aber nochmals: Es ist ein sicheres Bankensystem, ein gesundes Bankensystem."

Auch an der Frankfurter Börse gaben sich Beobachter zurückhaltend. "Die aktuelle Rally ist eine technische Reaktion auf die vorangegangenen Verluste", sagte ein Händler. "Ob sie nachhaltig ist, bleibt jedoch fraglich. Schließlich sind die Probleme wie Inflation und Finanzkrise noch nicht aus der Welt."

suc/Reuters/AP

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