Istanbul - Die Staaten um den Golf sorgen für rund 31 Prozent der weltweiten Ölproduktion - doch die Potentiale sind längst nicht ausgereizt. Rund 62 Prozent der bekannten Vorkommen befinden sich in den Böden der Region. Deshalb sollen dort bis 2011 insgesamt 330 Milliarden Dollar investiert werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des zuständigen Ministeriums in Saudi-Arabien berichtet.
Momentan fördern dem Bericht zufolge die meisten Staaten der Region - mit Ausnahme von Saudi-Arabien - an der Kapazitätsgrenze. Der Hintergrund: Als zu Beginn des Jahrzehnts der Rohölpreis unter zehn Dollar pro Barrel (159 Liter) gefallen war, hatte man den geplanten Ausbau der Kapazitäten zunächst zurückgestellt. Dieser Kurs wurde erst korrigiert, als 2002 die Preise wieder anfingen zu steigen.
Allen voran steckt Saudi-Arabien dem Bericht zufolge Geld in den Ausbau der bestehenden Kapazitäten. Derzeit gebe das Land rund 14 Milliarden Dollar im Jahr aus, um die Fördermenge von 10,4 auf 12,5 Millionen Fass am Tag zu steigern. Bis 2030 erwartet die Internationale Energieagentur Kapazitäten von 18,2 Millionen Barrel in dem Königreich.
In den westlichen Industriestaaten wächst die Sorge, dass die Lieferungen aus der Region nicht ausreichen könnten. Vor wenigen Wochen fand deshalb ein Krisentreffen mit Vertretern aus 38 Erzeuger- und Verbraucherländern statt, zu dem der saudische König Abdullah geladen hatte. Dort versprach der Monarch finanzielle Hilfe für Länder, die besonders unter den gestiegenen Preisen leiden, und erklärte sich "prinzipiell" zur Ausweitung der Förderung bereit. Konkretere Angaben machte er aber entgegen der Hoffnungen der westlichen Regierungsvertreter nicht.
ase
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