Madrid - Die Lage ist dramatisch: Im Mai dieses Jahres ist der Immobilienmarkt in Spanien um 30 Prozent eingebrochen: Es wurden nur noch 50.161 Häuser und Wohnungen verkauft. Die Vergabe um Hypotheken ging um 40,4 Prozent zurück.
Ein schnelles Ende der Krise ist nicht in Sicht: Die Immobilienfirma Colonial und andere Experten erwarten für dieses Jahr einen Rückgang bei den Immobilienverkäufen von bis zu 30 Prozent. Nach Jahren ungehemmter Bautätigkeit sind derzeit bis zu 1,5 Millionen unverkaufte Häuser auf dem Markt.
Steigende Zinsen und die von den USA ausgehende Finanzkrise haben den langjährigen Immobilienboom in Spanien zum Erliegen gebracht. Inzwischen steht das Land am Rande einer Rezession.
Im Juli 2008 musste Spaniens größtes Immobilienunternehmen Martinsa-Fadesa Konkurs anmelden. Das Unternehmen hatte einen Schuldenberg von 2,5 Milliarden Euro angehäuft. Erst in der vergangenen Woche musste die Regierung in Madrid ihre Wachstumsprognose kräftig senken.
cvk/Reuters
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