Von Hasnain Kazim
Weltweit fahren zurzeit etwa 50.000 Handelsschiffe zur See - allesamt angetrieben von Schiffsmotoren, die Schweröl verbrennen - ein Rückstandsprodukt, das bei der Herstellung von Benzin und Diesel entsteht. Dieses Öl wird als "Marine Fuel Oil", kurz: MFO gehandelt. Die Qualität schwankt beträchtlich - die Schwefelemissionen sind immens hoch.
Reeder setzen bei Schiffsneubauten nach wie vor auf Verbrennungsmotoren. "Zum Schweröl gibt es heute tatsächlich keine Alternative", erklärt ein Hamburger Frachterkapitän. Ein Dieselmotor für ein Containerschiff der Panamax-Klasse - 294 Meter lang, 32 Meter breit - bringt rund 50.000 PS Leistung, in der Post-Panamax-Klasse erreichen die Maschinen sogar 100.000 PS und mehr.
"Abgesehen von einem Atomantrieb reicht da keine andere Antriebsart heran", sagt der Kapitän. Schiffe dieser Größe werden aber gebraucht, solange Elektronik aus Taiwan, Kleidung aus Bangladesch und Obst aus Südamerika im großen Stil importiert werden.
Die modernen, mit Motor betriebenen Frachtschiffe haben sich allerdings in den vergangenen Jahren stark verändert. Die hohen Ölpreise und die Umweltauflagen haben die Nachfrage der Reeder verändert - längst spielen Themen wie saubere Verbrennung und kraftstoffsparende Technologie eine Rolle. So werden immer mehr Neubauten mit Common-Rail-Systemen ausgerüstet. Der Kraftstoff wird mit hohem Druck eingespritzt, was zu mehr Leistung, weniger Verbrauch und einer saubereren Verbrennung führt.
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