New York - Ein Mix negativer Konjunkturdaten und schwacher Unternehmenszahlen verdarb den Anlegern am Donnerstag laut Händlern erneut die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index fiel nach vorläufigen Berechnungen um 224,64 Punkte oder 1,93 Prozent auf 11.431,43. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,95 Prozent beziehungsweise 22,64 Punkte nach und betrug dann 2.355,73.
Zudem beendete der Ölpreis seinen jüngsten Rückgang vorerst: Ein Barrel kostete zum Schluss des Parketthandels in New York 120,02 Dollar - ein Plus von 1,44 Dollar zum Vortag. Die Stimmung drückten zudem überraschend schlecht ausgefallene Daten vom Arbeitsmarkt.
Die Enttäuschung über einen neuerlichen Milliardenverlust des weltgrößten Versicherers AIG (minus 18 Prozent) schickte die gesamte Finanzbranche in den Keller. AIG erlitt nach milliardenschweren Abschreibungen das dritte Minus in Folge.
Einzelhandelswerte litten vielfach unter schwächer als erwarteten Umsatzzahlen im Juli. Unter Druck stand etwa Branchenführer Wal-Mart (minus 6,3 Prozent). Einzelne Titel gewannen aber gegen den Trend - so J.C. Penney (plus 6,1 Prozent) nach einer erhöhten Gewinnprognose.
Die Techbranche verzeichnet im Schnitt die geringsten Verluste, einzelne Titel lagen gut im Plus. Der weltgrößte Chip-Konzern Intel (plus 3,8 Prozent) profitierte von positiven Analystenaussagen. Der Softwareriese Microsoft (plus 1,4 Prozent) stieg wie am Vortag nach Spekulationen über einen Aktienrückkauf für 20 Milliarden Dollar.
Die Rentenmärkte verzeichneten starke Gewinne. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verteuerten sich um mehr als einen Punkt. Die Rendite fiel auf 3,924 Prozent. Der Euro verbilligte sich erneut auf 1,5328 Dollar nach 1,5412 Dollar am Vortag.
amz/dpa/Reuters
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