Wirtschaft



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15.08.2008
 

Bundesliga-Rechte

Kartellamt lässt DFL abblitzen

Klares Nein von den Wettbewerbshütern: Das Bundeskartellamt hat einen Vorschlag der Deutschen Fußball Liga abgelehnt, wonach es eine halbstündige Zusammenfassung der Höhepunkte um 19.30 Uhr statt in der ARD-"Sportschau" ab 18 Uhr geben sollte. Die Behörde hält das für inakzeptabel.

Frankfurt am Main - Im Streit um die Vergabe der Fernsehrechte für die Fußball-Bundesliga hat das Bundeskartellamt auch den Kompromissvorschlag des Ligaverbandes Deutsche Fußball Liga (DFL) abgelehnt. Die Bundesligisten hatten eine auf 30 Minuten verkürzte Zusammenfassung der Höhepunkte um 19.30 Uhr im digitalen TV angeboten, anstelle der ausführlichen "Sportschau" der ARD samstags ab 18 Uhr.

Kamerablick auf die Fußball-Bundesliga: Streit um die Rechtevermarktung
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DDP

Kamerablick auf die Fußball-Bundesliga: Streit um die Rechtevermarktung

Dies sei nicht akzeptabel, sagte eine Behördensprecherin am Freitag. Eine solche Zusammenfassung würde nach Auffassung der Wettbewerbshüter nicht genügend Zuschauer im frei empfangbaren Fernsehen erreichen. "Eine digitale Ausstrahlung würde beim derzeitigen Stand des Ausbaus der Digitalisierung nur knapp 40 Prozent der TV-Haushalte abdecken. Von einer angemessenen Verbraucherbeteiligung kann allein schon deswegen nicht die Rede sein", erläuterte das Kartellamt.

Das Kartellamt hatte die Pläne der DFL zur Vermarktung der Fußball-Bundesliga abgelehnt und gefordert, dass die Samstagsspiele in einer Zusammenfassung unbedingt vor 20 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden müssten. Damit wären die vom Vermarkter Sirius, hinter dem der Medienmogul Leo Kirch steckt, garantierten Einnahmen von 500 Millionen Euro pro Saison wohl nicht mehr einzuspielen.

Der Bezahlsender Premiere würde bei einem späteren Sendetermin der ARD-Sportschau - etwa nach 22 Uhr - deutlich mehr Geld für die Live-Rechte bieten. Bislang bekommt die Liga pro Saison 420 Millionen Euro, bei der Neuausschreibung geht es um die Rechte ab der Saison 2009/2010.

kaz/Reuters

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