Baden - Manager der Schweizer Großbank UBS
bekommen die Folgen der Finanzkrise am eigenen Leibe zu spüren. Wie die Schweizer Zeitung "Sonntag" ohne Angabe von Quellen berichtet, spart der Geldkonzern im ersten Halbjahr vier Milliarden Franken (2,46 Milliarden Euro) an Boni-Zahlungen.
Vor allem Investmentbankern in den USA und Mitarbeitern aus der Vermögensverwaltung soll das Zusatzsalär gekürzt werden. Ein Sprecher der UBS sagte: "Natürlich sind die Bonusrückstellungen geringer als vor einem Jahr. Allerdings haben wir auch die Verbuchung der Aktien geändert, die als Teil des Bonus zugeteilt werden."
Im Schnitt der vergangenen Jahre hat der Bonusanteil rund die Hälfte der Personalkosten der UBS ausgemacht. 2007 waren noch Überschusszahlungen in Höhe von zwölf Milliarden Franken an die Mitarbeiter gezahlt worden. Angesichts von Abschreibungen in Milliardenhöhe und einer notwendigen Kapitalerhöhung war die Bank dafür kritisiert worden.
Die Krise am Finanzmarkt hatte der Bank allein im zweiten Quartal 2008 einen Verlust von 358 Millionen Frankeneingebracht. Besonders Risikopositionen in den USA belasteten die Bilanz des Konzerns.
Das Unternehmen kündigte daraufhin ein Programm zur Restrukturierung an. Unter anderem bekommen einzelne Geschäftsbereiche mehr Selbständigkeit. Beobachter werteten das als ein erstes Zeichen für den Verkauf von Sparten. Zudem will die Großbank rund 5500 Arbeitsplätze streichen.
msm/dpa-AFX
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