Düsseldorf - ThyssenKrupp will das Wachstumstempo in seiner Dienstleistungssparte Services deutlich steigern. Deshalb steht der Geschäftsbereich Industrie-Service im kommenden Jahr zum Verkauf. In der "Randsparte" arbeiten 23.000 Mitarbeiter, die umfassende Dienstleistungen rund im die industrielle Produktion anbieten. Die Stahlservice-Aktivitäten in Deutschland und Brasilien blieben dagegen auch in Zukunft im Konzern. Insgesamt 7000 Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich.
Stahlproduktion bei Thyssen Krupp: Industrie-Gigant vor dem Umbruch
Der Verkauf der Industrie-Service habe rein strategische Gründe. Der Bereich sei mit Abstand die kleinste Einheit in dem Segment und habe die geringsten Synergien zum Kerngeschäft. Mit den Einnahmen aus den Transaktionen sollen Expansionen in anderen Bereichen finanziert werden.
ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz sagte auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Düsseldorf, der Service-Bereich Special Products werde im Gegenzug deutlich ausgebaut. In ihn sollen die verbleibenden Stahlservice-Aktivitäten in Deutschland und Brasilien integriert werden. Er umfasst das Handels-Geschäft mit Walzstahl, Rohren und Rohstoffen sowie die Bau- und Gleistechnik.
Konzernvorstand Edwin Eichler kündigte an, mittelfristiges Ziel für die Service-Sparte von ThyssenKrupp sei ein Umsatz von 20 Milliarden Euro und ein Vorsteuer-Ergebnis von rund einer Milliarde Euro.
cvk/ssu/dpa-AFX/ddp/Reuters
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