Berlin - Wirksamer Datenschutz? Kaum möglich, sagen Polizeiprofis. Wer auf Nummer sicher gehen will, müsse sich eine neue Kontonummer und eine neue Telefonnummer zulegen, sagt der Bund der Kriminalbeamten. Anschließend sollte man sich genau überlegen, inwieweit man diese weitergibt und - wenn man es schon tut - genau Protokoll führen.
Daten-CD (Simulation): Wirksamer Schutz ist schwierig
"Die Ergebnisse helfen dem Bürger in der konkreten Situation nicht", moniert der Kriminalisten-Verband. "Seine Daten sind im Zweifelsfall schon im Umlauf, können national oder international genutzt werden, heute oder erst in 20 Jahren. Diese vagabundierenden Datensätze sind nicht wieder einzufangen", sagte der Verbandsvorsitzende Klaus Jansen.
Kritisch äußerte sich Jansen auch zu geplanten politischen Arbeitskreisen, die die unterschiedlichen Datenschutzregelungen der Länder unter einen Hut bringen sollen. "Das zeigt, mit welch folkloristischen Ansätzen Deutschland kriminellen Machenschaften im Internet und im internationalen Datenhandel zu begegnen beabsichtigt." Jansen bezweifelte auch, dass die diskutierte Bußgelderhöhung Datenhändler ernsthaft abschrecken könnte. Dazu seien deren Gewinnmargen viel zu hoch.
ssu/AP/dpa-AFX
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