Tokio - Es war ein Kursfeuerwerk: Um mehr als drei Prozent legten die Indizes in Tokio, Südkorea, Singapur und Australien zu, als die Nachricht von der staatlichen Rettungsaktion für die angeschlagenen Hypothekenbanken Freddie Mac
und Fannie Mae
bekannt wurde.
Der 225 führende Werte umfassende japanische Nikkei
Die US-Regierung hatte am Wochenende die beiden größten Baufinanzierer des Landes, Fannie Mae und Freddie Mac, wegen ihres drohenden Bankrotts in staatliche Obhut genommen. "Die Aktion hat den Märkten Vertrauen geschenkt", sagte John Longo, Professor an der Rutgers Business School, der BBC in Singapur. "Es wäre noch besser gewesen, wenn die US-Regierung früher gehandelt hätte."
"Das sollte die US-Finanzmärkte stabilisieren", sagte Warren Hogan von der australischen ANZ-Bank der BBC. "Es ist kein Allheilmittel und sicherlich noch nicht der Anfang vom Ende der Krise, dürfte aber kurzfristig Stabilität bringen."
Mit der staatlichen Übernahme solle noch größere Unruhe auf den amerikanischen und den weltweiten Finanzmärkten vermieden werden, sagte Finanzminister Henry Paulson. Die beiden Unternehmen seien "so groß und so mit dem Finanzsystem verwoben", dass das Scheitern eines der beiden große Unruhe auf unseren Finanzmarkt hier und in der ganzen Welt auslösen würde. Die Institute sollen mindestens ein Jahr staatlich geführt werden.
Die Rettungsaktion wird viele Milliarden Dollar kosten - aufbringen muss das Geld der Steuerzahler. Die beiden Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae haben während der Finanzmarktkrise zusammen Schuldverschreibungen über 5500 Milliarden US-Dollar angehäuft - das entspricht dem Doppelten des deutschen Bruttoinlandsprodukts.
cvk/dpa/AP
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