Montag, 23. November 2009

Wirtschaft



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
  • Merken
18.09.2008
 

Schockwellen der Finanzkrise

Überall ist Wall Street

2. Teil: Golfstaaten: 300 Milliarden Petrodollar sind futsch

Saudischer Investor Prinz Walid Bin Talal: Viele Öl-Dollars in US-Firmen investiert.
Zur Großansicht
REUTERS

Saudischer Investor Prinz Walid Bin Talal: Viele Öl-Dollars in US-Firmen investiert.

Das Bankensystem der Golfstaaten gilt als relativ stabil - dennoch dürfte der Kollaps der Wall Street massive Auswirkungen auf die Volkswirtschaften von Bahrein, Kuweit, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben.

"Die US-Bankenkrise dämpft das Wachstum und damit die Nachfrage nach Öl. Das wird dazu führen dass die Einnahmen (der Golfstaaten) massiv abstürzen", sagt Said al-Scheich, Chefökonom der saudi-arabischen National Commercial Bank.

Auch jenes Geld, dass die Ölnationen in den guten Jahren verdient haben, ist nicht sicher. Die Staatsfonds der Golfstaaten zählen zu den wichtigsten globalen Investoren und halten Wertpapiere im Wert von etwa 1,5 Billionen Dollar.

Wegen des Börsencrashs hat dieses Portfolio nach Berechnungen des kuweitischen Ökonomen Hadisch Bukhur bereits im vergangenen Jahr 30 Prozent seines Wertes eingebüßt - der Löwenanteil der Ölgewinne aus den vergangenen Jahre ist damit im Prinzip pfutsch.

Zuletzt hatten die Emirate und Kuwait mehr als zwölf Milliarden Dollar in angeschlagene US-Banken investiert - Geld, dass die Staatsfonds wohl komplett abschreiben können.

hil/AFP

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH












Service von SPIEGEL-ONLINE-Partnern