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18.09.2008
 

Schockwellen der Finanzkrise

Überall ist Wall Street

3. Teil: Russland: Der Kreml macht die Börse dicht

Nach dem Georgien-Krieg hatten verunsicherte Investoren begonnen, massiv Geld aus Russland abzuziehen - die erneuten Turbulenzen an der Wall Street haben die bereits geschwächte Moskauer Börse nun vollends ins Chaos gestürzt. Der Aktienhandel wurde auf Anordnung des russischen Finanzministers Alexej Kudrin bis Freitag ausgesetzt. Zuvor hatte es tagelang massive Kursverluste gegeben.

Gaspipeline: Sinkende Rohstoffpreise machen Russland zu schaffen.
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AP

Gaspipeline: Sinkende Rohstoffpreise machen Russland zu schaffen.

Sorge bereitet Beobachtern auch, dass eine globale Rezession die Preise für Öl und Gas drücken könnte, Russlands wichtigste Exportartikel. Präsident Dmitrij Medwedew wies die Regierung auf einer Krisensitzung an, über eine zusätzliche Hilfe für die Finanzmärkte in Höhe von 500 Milliarden Rubel (13,8 Milliarden Euro) zu entscheiden. Die Hälfte der Summe müsse sofort aus dem Haushalt bereitgestellt werden.

Noch vor wenigen Tagen hatte Premierminister Wladimir Putin Russland als "ruhigen Hafen" im globalen Börsensturm bezeichnet. Medwedew spricht inzwischen bereits ganz offen von einer "Wirtschaftskrise".

hil/dpa

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