Rom - Die Anzeige erschien am Dienstag in den italienischen Zeitungen "Corriere della Sera", "Il Sole-24 Ore" und "La Repubblica" sowie in der britischen "Financial Times". Mögliche Käufer sollten sich bewusst sein, dass eine eventuelle Transaktion schnell gehen müsse, heißt es dort.
Die Fluggesellschaft muss nach Angaben des Insolvenzverwalters Augusto Fantozzi spätestens am 1. Oktober den Betrieb einstellen, die Luftfahrtbehörde hat damit gedroht, die Lizenz unter Umständen schon früher zurückzuziehen. Mehrere Gewerkschaften, darunter auch die der Piloten, hatten vergangene Woche die Sanierungspläne der Investorengruppe um den Piaggio-Chef Roberto Colaninno abgelehnt.
Am Montag wurde das Angebot offiziell zurückgezogen. Es war bereits der dritte fehlgeschlagene Verkaufsversuch innerhalb von zwei Jahren. Zuletzt war eine Übernahme durch Air France/KLM gescheitert.
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi machte Piloten und Flugbegleiter für das Scheitern verantwortlich. "Die Bürger Italiens werden meiner Meinung nach in der Lage sein zu entscheiden, wer schuld ist", sagte Berlusconi.
Berlusconi hatte bei seiner Wiederwahl im Mai versprochen, Alitalia zu retten und unter italienischer Kontrolle zu halten. Einer seiner Slogans nach der Wahl lautete: "Ich liebe Italien, ich liebe Alitalia."
mik/AP
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