Wirtschaft



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24.09.2008
 

Steuerhinterziehung

Ex-Postchef Zumwinkel soll bald vor Gericht

Er hat Millionen bei der LGT-Bank in Liechtenstein versteckt: Nun droht dem früheren Postchef Klaus Zumwinkel schon bald eine Anklage wegen Steuerhinterziehung. Im äußersten Fall muss er ins Gefängnis.

München - Die Bochumer Staatsanwaltschaft will bis Ende November eine Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen den Ex-Post-Vorstand Klaus Zumwinkel vorlegen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Klaus Zumwinkel: Ihm droht Gefängnis
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Klaus Zumwinkel: Ihm droht Gefängnis

Zumwinkel stand im Februar dieses Jahres am Pranger, weil er Millionen Euro an Steuern hinterzogen hatte, indem er das Geld auf ein Konto bei der Liechtensteiner Bank LGT Group transferierte.

Zumwinkels Anwalt Hanns Feigen will der Zeitung zufolge unbedingt verhindern, dass sein Mandant vor Gericht muss: Demnach regte der Anwalt im Düsseldorfer Justizministerium an, das Verfahren mit einem Strafbefehl zu erledigen. Sein Mandant sei schon "öffentlich vorverurteilt" und "weltweit an den Pranger gestellt" worden, sagte Feigen. Eine öffentliche Hauptverhandlung will der Anwalt Zumwinkel deshalb ersparen.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft sei zu einem solchen Schritt allerdings nicht bereit. Die Staatsanwaltschaft habe stattdessen Zumwinkels Anwalt signalisiert, das Verfahren könne möglicherweise nach öffentlicher Hauptverhandlung mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe sowie einer hohen Bewährungsauflage abgeschlossen werden, berichtet die Zeitung.

Für Zumwinkel kann es deshalb eng werden: Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gleichzeitig gegen ihn und andere Manager wegen des Spitzelskandals bei der Telekom. Als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender bei der Telekom soll Zumwinkel in den Skandal verwickelt sein. Wenn Zumwinkel in beiden Prozessen jeweils zu Bewährungsstrafen verurteilt würde, droht ihm am Ende sogar Gefängnis.

cvk/ddp/dpa

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