Böblingen - Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) will in Deutschland in den kommenden zwei Jahren insgesamt 1400 Stellen streichen. Dies sagte ein HP-Sprecher am Montag in Böblingen bei Stuttgart.
Mit 1150 Arbeitsplätzen sollen die meisten Jobs bei Electronic Data Systems (EDS) abgebaut werden - HP hatte das Unternehmen kürzlich übernommenen. Bei HP selber seien 250 Arbeitsplätze betroffen, hieß es.
Mitte September hatte HP angekündigt, seine weltweite Belegschaft im Rahmen einer Umstrukturierung um insgesamt fast acht Prozent zu reduzieren - das entspricht 24.600 Jobs. Fast die Hälfte der Jobs sollen in den USA wegfallen. Bislang war unklar, in welchem Ausmaß Deutschland von dem Sparprogramm betroffen sein wird.
Der Sprecher sagte, in den kommenden Wochen seien Gespräche mit dem Betriebsrat geplant. Die Stellenstreichungen bei EDS würden auch schon ein im Januar gestartetes Restrukturierungsprogramm mit einschließen. EDS hat hierzulande den Angaben zufolge mehr als 50 Niederlassungen und 4200 Beschäftigte, bei HP sind es 8500.
HP hatte EDS für rund 13 Milliarden Dollar übernommen. Der weltgrößte PC-Hersteller baut dadurch seine Servicesparte deutlich aus. Auf diesem Feld will HP Wettbewerbern wie dem IBM-Konzern Konkurrenz machen. Das Sparprogramm ist das drastischste, das HP-Chef Mark Hurd in seiner Amtszeit aufgelegt hat.
amz/AP
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