Mittwoch, 10. Februar 2010

Wirtschaft



Finanzkrise

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06.10.2008
 

Finanzmarkt-Flaute

Bundesregierung zweifelt am Bahn-Börsengang

Der Zeitpunkt ist extrem ungünstig: Eigentlich will die Bahn Ende Oktober an die Börse. Doch wegen der Krise an den Finanzmärkten stellt Finanzminister Steinbrück den Termin in Frage.

Berlin - Der Bahn-Börsengang wackelt: Am 27. Oktober will der Konzern eigentlich seine Aktien ausgeben. Angesichts der prekären Lage an den Finanzmärkten ist das nicht gerade günstig, findet Finanzminister Peer Steinbrück (SPD): "Man wird irgendwann überlegen müssen, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist", sagte er am Montag in Berlin.

Zug: Ungünstiger Zeitpunkt für Börsengang
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DPA

Zug: Ungünstiger Zeitpunkt für Börsengang

Der Minister sprach von einem "derzeit sehr ungünstigen Umfeld". Steinbrück wolle das laufende Privatisierungsverfahren aber nicht beschädigen. Er fügte hinzu, es gebe interessierte strategische Investoren, die von der Finanzkrise nicht so stark betroffen seien.

Es werde aber der Zeitpunkt kommen, an dem man abwägen müsse, ob der Börsengang nun komme "oder man einen Plan B zieht", sagte Steinbrück. Bisher will die Bahn ihre Logistik- und Transporttöchter Ende Oktober zu 24,9 Prozent an die Börse bringen.

Der Deutschen Bahn zufolge wird die Nachfrage der Investoren über den Fortgang ihres für Ende Oktober geplanten Börsengangs entscheiden. " Bisher gibt es keine negative Zeichen aus dem Markt. Weltweit suchen Investoren gerade sichere Werte", sagte ein Bahn-Sprecher am Montag. "Aber am Ende entscheidet natürlich der Markt." Seit Jahresbeginn hat der Dax 28 Prozent verloren. Allein am Montag rutschte der Index um fast sechs Prozent ab.

Kritiker fürchten, dass die bisher im Staatsbesitz befindlichen Anteile im Umfeld der Finanzkrise zu einem zu niedrigen Preis verkauft werden könnten. Die Bahn erwartet einen Erlös von rund fünf Milliarden Euro. Nach Presseberichten muss der Konzern jedoch angesichts der Börsenkrise mit deutlich weniger rechnen.

cvk/Reuters/dpa

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