Frankfurt am Main/London - Die Börse zittert weiter um die Bankenbranche: Deutsche Bank
, Commerzbank
, Postbank
, Hypo Real Estate
- einmal mehr gehörten die Finanztitel zu den großen Verlierern im Dax
. Während der Leitindex gegen Mittag zeitweise im Plus lag, verbuchten die Bankenpapiere hohe Abschläge.

Royal Bank of Scotland: Gerüchte über Verstaatlichung
Die Unternehmen mühten sich um Ruhe auf den Märkten. Die Deutsche Bank teilte offiziell mit, dass sie keine Kapitalerhöhung plane. Barclays dementierte, dass es ein Hilfegesuch an das britische Finanzministerium gibt. Die RBS hingegen lehnte einen Kommentar bei einem Investorentreffen ab. Lloyds äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.
Die BBC hatte zuvor auf ihrer Internet-Seite unter Berufung auf Bankenkreisen berichtet, dass die Vertreter der drei Institute bei einem Treffen mit dem britischen Finanzminister Alistair Darling am Vorabend enttäuscht darüber gewesen seien, dass dieser keinen vollkommen ausgearbeiteten Rettungsplan für die Banken vorgelegt hat. Auf dem Papier brauche zwar keine der drei Banken dringend zusätzliches Kapital. Allerdings seien sie besorgt darüber, durch das Misstrauen der Investoren deutlich geschwächt zu werden und wollten deshalb ihre Bilanz stärken.
Die drei Banken sehen laut BBC ihren Kapitalbedarf bei jeweils 15 Milliarden Pfund (rund 19 Mrd. Euro). Davon sollte die Hälfte sofort zur Verfügung gestellt werden, die andere Hälfte sollte - wenn notwendig - vom Finanzministerium garantiert werden. Dem Bericht zufolge wird der Kapitalbedarf aller britischen Banken auf rund 50 Milliarden Pfund (rund 65 Milliarden Euro) geschätzt. Bislang habe es allerdings noch keine detaillierten Verhandlungen über die Summe an Staatsgeldern gegeben, die in die Banken investiert werden soll.
suc/dpa-AFX
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