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08.10.2008
 

Börsenschwergewichte im Minus

Spitzen-Titel reißen Dax nach unten

Schwarzer Tag für die Börsen: Weltweit sind die Kurse drastisch abgestürzt, der deutsche Leitindex stürzte zeitweise deutlich unter die 5000-Punkte-Marke. Vor allem Schwergewichte wie Allianz, Daimler, Siemens und Deutsche Bank verlieren kräftig und ziehen den ganzen Index nach unten.

Frankfurt am Main - Die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch deutlich ausgeweitet. Der Dax gab am Vormittag zunächst um 360 Punkte oder mehr als acht Prozent nach und fiel auf 4870 Punkte. Das war der tiefste Stand seit drei Jahren. Händler sprachen von "panikartigen Verkäufen".

Bange Blicke an der Frankfurter Börse: Zeitweise unter 5000 Punkten
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REUTERS

Bange Blicke an der Frankfurter Börse: Zeitweise unter 5000 Punkten

Nach dem Durchbrechen der Marke von 5000 Punkten etwa 45 Minuten nach Handelseröffnung rauschte der Index zunächst immer weiter nach unten. Gegen 10.30 Uhr stabilisierte sich die Lage allerdings wieder etwas und der Index eroberte die 5000-Punkte-Marke zurück.

Die Kursverluste zogen sich durch alle Branchen. Unter Verkaufsdruck standen erneut Finanzwerte. Deutsche Bank Chart zeigennotierte bei 11,7 Prozent im Minus, Allianz Chart zeigen verlor 10,8 Prozent. Diese beiden Werte waren damit bis zum Mittag die größten Verlierer. Drittgrößter Verlierer war der neue Dax-Wert Kali + Salz Chart zeigen mit einem Minus von 10,3 Prozent.

Auch Autowerte verloren kräftig: BMW-Papiere Chart zeigen fielen um sechs Prozent, Daimler Chart zeigen um 9,6 Prozent. Gegen den Trend stiegen erneut Volkswagen Chart zeigen, die 2,8 Prozent zulegten; damit waren Volkswagen-Aktien neben SAP Chart zeigen (plus 0,1 Prozent) die einzigen Papiere im Dax in der Gewinnzone. Siemens Chart zeigen verlor mit 8,4 Prozent überdurchschnittlich und notierte bei 54,54 Euro.

Auch die anderen Indizes brachen ein. Der MDax Chart zeigen verlor fast sieben Prozent und der TecDax Chart zeigen knapp zehn Prozent.

Aber auch an den anderen europäischen Märkten rasten die Kurse in die Tiefe: In Frankreich brach der CAC 40 Chart zeigen um mehr als acht Prozent ein, in der Schweiz ging es 6,6 Prozent abwärts, in Großbritannien sechs Prozent. Das Rettungspaket der britischen Regierung für die führenden Banken bremste den Kursverfall nur zum Handelsbeginn etwas.

Panik hatte zuvor bereits auf den asiatischen Märkten geherrscht. In Japan brach der Leitindex Nikkei Chart zeigen um 9,4 Prozent ein. Das war der größte Tagesverlust seit 1987. Der Index schloss um 952,58 Punkte tiefer bei 9203,32 Punkten. Das war der tiefste Stand seit fünf Jahren. Auch das wichtigste indonesische Börsenbarometer JSX stürzte um mehr als zehn Prozent ab. Die Kurse in Australien, Hongkong, China und Indien fielen ebenfalls stark.

Nach erneut heftigen Abstürzen zu Handelsbeginn hat die Moskauer Hauptbörse den Aktienindex MICEX gleich bis Freitag ausgesetzt. In der ersten halben Stunde nach Öffnung war der MICEX um mehr als 14 Prozent eingebrochen. Der RTS-Index verlor innerhalb von 30 Minuten mehr als elf Prozent und wurde für eine Stunde ausgesetzt. Die Börsen hatten am Montag ihre bislang schwersten Eintagesverluste verzeichnet. Am Dienstag hatte es dann nur noch leichte Verluste gegeben, nachdem Präsident Dmitrij Medwedew neue Maßnahmen angekündigt hatte, um die Liquidität im Bankensystem zu verbessern.

Die Wall Street hatte am Dienstagabend schlechte Vorgaben gegeben: Der Dow-Jones-Index Chart zeigen verlor mehr als 500 Punkte und schloss bei 9447,11 Punkten. Das war der niedrigste Stand des wichtigsten Börsenbarometers der Welt seit fünf Jahren.

kaz/ddp/AP

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