Manchmal hilft der Zufall, wenn es darum geht, die richtigen Menschen zu treffen: Penny Pritzker und Barack Obama haben sich in den späten neunziger Jahren kennengelernt, als die beiden Kinder der erfolgreichen Geschäftsfrau an einem Basketball-Trainingscamp bei Craig Robinson teilnahmen – dem Bruder von Michelle Obama. So wurde eine der reichsten und erfolgreichsten Frauen Amerikas nicht nur zu einem Freund der Familie, sondern auch zu einer wichtigen Unterstützerin der politischen Karriere und schließlich zur Finanzchefin der Kampagne Obamas.
Pritzker ist nicht nur eine der millionenschweren Erbinnen der Hyatt-Hotel-Kette. Sie hat selbst mit "Classic Residence of Hyatt" eine erfolgreiche Kette für Seniorenresidenzen gegründet. Das Vermögen von Pritzker wird derzeit auf fast drei Milliarden Dollar geschätzt, das "Forbes"-Magazin führt sie derzeit auf Platz 135 der 400 reichsten Amerikaner. Auch Geld für Obama aufzutreiben scheint ihr nicht schwerzufallen: Inzwischen hat die fast 50-Jährige Tausende von Dollar für dessen Wahlkämpfe eingesammelt - erstmals im Jahr 2004.
Denn die Enkelin des Hyatt-Gründers, Abraham Nicholas Pritzker, kommt aus einer traditionell demokratischen Familie: Während ihrer Jugend im Norden Kaliforniens hat sie ihrer Mutter schon dabei zugesehen, wie diese Briefe zur Unterstützung der heutigen demokratischen Mehrheitsführerin Nancy Pelosi schrieb.
Kein Wunder also, dass Pritzker, die auch Bill Clinton und den erfolglosen Kandidaten John Kerry unterstützte, jetzt Obama hilft. Trotz ihres eigenen Reichtums hat Pritzker es geschafft, vor allem Spender aus der Mittelschicht anzusprechen. Dabei geht sie nicht nur neue Wege im Internet, sondern trainiert an der "Obama-University" junge Nachwuchskräfte im Fundraising.
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