Düsseldorf - Geschäftsführer deutscher Unternehmen erzielen 2008 überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen. Die jährlichen Grundgehälter der Top-Manager erhöhten sich um vier Prozent auf durchschnittlich 280.000 Euro im Jahr. Dies geht aus der Vergütungsstudie "Geschäftsführer 2008" hervor, die die Managementberatung Kienbaum am Dienstag veröffentlichte.
Die Jahresgesamtbezüge der Geschäftsführer variieren allerdings nach wie vor stark. Die Spanne reicht von weniger als 60.000 Euro bis mehr als 2,7 Millionen Euro. Ein Drittel der Geschäftsführer verdient der Untersuchung zufolge bis zu 180.000 Euro, ein weiteres Drittel erhält zwischen 180.000 und 270.000 Euro - der Rest erreicht noch höhere Gehaltszahlungen.
Elf Prozent der Geschäftsführer erhalten noch in diesem Jahr mehr als eine halbe Million Euro - weil viele Geschäftsführer auch von hohen Boni profitieren. Dank der guten Konjunktur des vorangegangenen Geschäftsjahres erreichten die erfolgsabhängigen Zahlungen oft sechsstellige Höhen.
Der Anteil der variablen Vergütung am Gesamtgehalt beträgt laut Kienbaum inzwischen durchschnittlich 35 Prozent - mit steigender Tendenz. "Geschäftsführer sind wie keine andere Personengruppe bei ihrem Einkommen vom Erfolg des Unternehmens abhängig", sagte der Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.
Dies könne sich für die Geschäftsführer allerdings negativ auswirken. "Wegen der weltweiten Finanzkrise und der abflauenden Konjunktur wird ihr Gehalt deshalb voraussichtlich im kommenden Jahr weniger stark steigen oder sogar sinken", prognostiziert Naser. Kienbaum hat für ihre Studie die Daten von 858 Geschäftsführern aus 495 Unternehmen erhoben.
pes/AP
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