Frankfurt am Main - Rabenschwarze Handelstage gleich in Serie erschüttern die Aktienmärkte rund um den Globus. Seit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehmann Brothers brechen die Werte weg, allen Rettungsbemühungen der Regierungen zum Trotz.
Konsternierter Börsenhändler: Kursabstürze in Serie
Hier eine Übersicht der heftigsten Kursrückgänge der vergangenen sechs Wochen:
Montag, 15. September 2008: Der Dow Jones verliert am ersten Handelstag nach der Lehman-Pleite 504 Punkte oder rund 4,4 Prozent auf 10.918 Zähler. Der Deutsche Aktienindex kommt mit einem Rückgang von 170 Zählern oder 2,7 Prozent auf 6064 Punkte noch vergleichsweise glimpflich davon.
Montag, 22. September 2008: Erneut stürzt der Dow Jones 373 Punkte ab, ein Minus von fast 3,3 Prozent. Analysten führen die Verluste auf die Unsicherheit über den geplanten Stabilisierungsplan der US-Regierung für die Banken zurück. Investoren suchten deshalb Zuflucht in Werten wie Gold und Öl. Der Dax kommt mit einem Minus von 82 Punkten oder 1,3 Prozent erneut deutlich besser weg.
Montag, 29. September 2008: Ein rabenschwarzer Montag, der Dow Jones schließt mit dem Rekordverlust von 777 Punkten, ein Minus von knapp sieben Prozent. Es war - gemessen in Punkten - der bis dahin stärkste Einbruch in der Geschichte der New Yorker Börse. Er übertraf sogar noch den Rückgang nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Grund: Das überraschende vorläufige Scheitern des 700-Milliarden-Dollar-Pakets zur Rettung der Finanzmärkte bei der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus. Der Dax stürzt 256 Punkte ab, ein Minus von 4,2 Prozent.
Montag, 6. Oktober 2008: Wieder ein schwarzer Montag, dieses Mal trifft es den deutschen Markt besonders hart: Der Dax stürzt zeitweise bis auf 5293 Punkte und schließt mit einem Minus von 7,1 Prozent bei 5387 Zählern. Trotz aller fieberhaften staatlichen Rettungsversuche geht es weltweit bergab. Der Dow Jones verliert 3,6 Prozent oder 369 Punkte und sackt unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke.
Dienstag, 7. Oktober 2008: Die Talfahrt geht vor allem in den USA weiter: Erneut verliert der Dow Jones über fünf Prozent oder mehr als 500 Punkte und landet bei 9447 Zählern. Der Dax geht 60 Punkte oder 1,1 Prozent auf 5327 Zähler runter.
Mittwoch, 8. Oktober 2008: Die konzertierte Zinssenkung der wichtigsten Zentralbanken der Welt - ein äußerst sparsam eingesetztes Mittel der Währungshüter - verpufft an den Märkten. Der Dow Jones gibt 189 Punkte oder zwei Prozent nach auf 9258 Zähler. Der Dax landet nach einer Berg- und Talfahrt bei nur noch 5013 Punkten, ein Rückgang von 5,9 Prozent.
Donnerstag, 9. Oktober 2008: Ausverkauf in New York: Der Dow sackt erneut 679 Punkte ab und notiert erstmals seit fünf Jahren unter der Marke von 9000 Zählern. Grund für den Absturz um 7,3 Prozent war die Erklärung einer Kredit-Rating-Agentur, sie erwäge eine Herabstufung von General Motors. Zuvor schloss der Dax mit minus 2,8 Prozent bei 4887 Zählern.
Freitag, 10. Oktober 2008: An die Serie der schwarzen Montage im September und Oktober schließt sich ein erster schwarzer Freitag an: Der Deutsche Aktienindex verliert bis zum Abend sieben Prozent auf 4544 Punkte. Der Dow, der zu Handelsbeginn 700 Punkte in die Tiefe gerauscht war, erholt sich allerdings und landet nach heftigem Auf und Ab nur 128 Punkte oder 1,49 Prozent im Minus bei 8452 Zählern.
Montag, 13. Oktober 2008: Die Märkte begrüßen die international abgestimmten Rettungspläne. Der Dax legt 11 Prozent auf rund 5062 Punkte zu, der Dow steigt in derselben Größenordnung auf 9388 Zähler.
Mittwoch, 15. Oktober 2008: Rezessionsängste treten in den Vordergrund. Der Dax verliert 6,49 Prozent und sackt unter 4900 Punkte. Den Dow Jones erwischt es noch schlimmer: 8577 Zähler stellen einen Verlust von 733 Punkten oder 7,8 Prozent dar.
Mittwoch,22.Oktober 2008: Rezessionsängste schicken die Aktienkurse weltweit auf Talfahrt und drücken den Dax beinahe auf Jahrestief. Der Deutsche Aktienindex gibt um 4,46 Prozent auf 4571 Punkte nach.
Freitag, 24. Oktober 2008: Nach nervösem Auf und Ab in den Tagen zuvor zeichnet sich erneut ein rabenschwarzer Freitag ab. Der Dax geht nach miserablen Vorgaben aus Asien in den freien Fall und verliert zeitweise über elf Prozent. Auch der Euro sackt zeitweilig im Vergleich zum Dollar auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.
ssu/AP
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