Washington - Die USA setzten das Hilfspakt für die Finanzbranche um. Das Finanzministerium hat Presseberichten zufolge wie geplant für 125 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 97 Milliarden Euro) Anteile von neun Großbanken gekauft.
Mit je 25 Milliarden Dollar erhielten die Geldhäuser Wells Fargo, Citigroup
Die 125 Milliarden Dollar stammen aus dem Rettungspaket der US-Regierung, das insgesamt 700 Milliarden Dollar umfasst. 250 Milliarden davon sind für den Kauf von Bankaktien vorgesehen, um notleidende Geldhäuser zu stützen.
Das Rettungspaket wurde unter großen Mühen verabschiedet. US-Finanzminister Henry Paulson wollte ursprünglich nur die faulen Immobilienpapiere aus den Bilanzen der Banken herauskaufen. Darauf fokussierte er das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket, dessen Verabschiedung im Kongress zur Hängepartie geriet. Paulson zielte darauf ab, die Zahlenwerke der Finanzkonzerne zu säubern und so neues Vertrauen in sie zu schaffen. Doch der Plan wurde rasch und scharf kritisiert, zumal die betroffenen Papiere schwer zu bewerten sind. Mitte Oktober weitete Paulson das Programm aus und kündigte den Einstieg der Regierung bei den wichtigsten Banken des Lands an.
Neben den Hilfen für die Finanzbranche stehen US-Regierung und Regulierungsbehörden Kreisen zufolge auch kurz vor der Fertigstellung eines Rettungspakets für Hausbesitzer. Mit möglichen Garantien in Höhe von bis zu 600 Milliarden Dollar sollten verschuldete Eigentümer vor Zwangsvollstreckungen geschützt werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Die erwarteten Kosten würden aber nur einen Bruchteil des Volumens der Garantien betragen, da es Ziel des Programms sei, Zahlungsverzüge bei Häuserkrediten zu verhindern. Das neue Programm liegt unter der Federführung der staatlichen Einlagensicherung (FDIC). Rund drei Millionen vom Ausfall bedrohte Hypotheken könnten so abgesichert werden. Den Angaben nach hofft die Regierung, das Paket am Donnerstag vorstellen zu können.
suc/dpa/Reuters
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