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Konjunkturkrise Weltwirtschaft droht tiefe, langwierige Rezession

4. Teil: Die dramatischen Konsequenzen

Damit wird zunehmend klar, dass eine der großen Hoffnungen der Konjunkturoptimisten verfehlt war: Diese hatten lange darauf gesetzt, dass in der aktuellen Krise zwar die US-Wirtschaft lahmen würde, andere Länder wie China, Osteuropa, die Ölproduzenten oder Deutschland sich aber "abkoppeln" und eine Lokomotivfunktion für die Weltwirtschaft übernehmen könnten.

So etwas hatte es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben: In der New-Economy-Krise nach dem Jahr 2000 wuchsen Länder wie Spanien und Irland, China, aber auch die osteuropäischen Staaten kräftig weiter, was den globalen Abschwung dämpfte. In der Asienkrise Ende der neunziger Jahre war das Wachstum in den USA robust. In der US-Rezession Anfang der neunziger Jahre erlebte Deutschland gerade den Wiedervereinigungsboom und konnte Lokomotive für die Weltwirtschaft spielen.

Anders herum ausgedrückt: Im Gegensatz zu den Krisen der vergangenen beiden Jahrzehnte erlebt die Welt nun zum ersten Mal seit etwa einem Vierteljahrhundert, dass praktisch alle wichtigen Volkswirtschaften gleichzeitig in die Rezession steuern. Die Gefahr ist groß, dass sich die Abwärtsspiralen der einzelnen Ländern dabei gegenseitig verstärken, weil die schwächelnden Importe des einen Landes immer die Exporte der anderen sind.

Derzeit ist nur schwer zu erkennen, wie die Welt daraus entkommen könnte, unter anderem auch, weil Staaten wie Deutschland bislang bestenfalls halbherzig darüber nachdenken, mit höheren Staatsausgaben oder Steuersenkungen die Konjunktur zu stabilisieren.

Selbst wenn also die Banken gerettet sind: Der Weltwirtschaft droht derzeit die schärfste Rezession mindestens seit den frühen achtziger Jahren.

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insgesamt 106 Beiträge
timbuktu 31.10.2008
... wenn man den ganzen Tag nur negative Schlagzeilen liest, dann vergeht einem irgendwann ganz automatisch die Lust auf Konsum... Warum muss bloss alles immer so dramatisiert werden ? Dadurch wird doch nichts besser, nur alles [...]
... wenn man den ganzen Tag nur negative Schlagzeilen liest, dann vergeht einem irgendwann ganz automatisch die Lust auf Konsum... Warum muss bloss alles immer so dramatisiert werden ? Dadurch wird doch nichts besser, nur alles noch schlimmer. Wie wäre es mal mit dem Blick auf das Positive? Warum immer weitere Hiobsbotschaften? Ich sage nur self-fulfilling prophecy...
straff&locker 31.10.2008
Im Grunde scheint es doch eine komplett-wirtschaftliche Korrektur zu geben. Die Gewinne der Exportunternehmen der letzen Jahre beruhen doch im Kern fast ausschließlich auf den gemachten Schulden der US-Amerikaner. Nun hat der Rest [...]
Im Grunde scheint es doch eine komplett-wirtschaftliche Korrektur zu geben. Die Gewinne der Exportunternehmen der letzen Jahre beruhen doch im Kern fast ausschließlich auf den gemachten Schulden der US-Amerikaner. Nun hat der Rest der Welt mittels der Finanzkrise die Schulden der Amerikaner wieder zum Teil zurück erhalten. Eine Blase die geplatzt ist. Es ist doch verwunderlich, dass es in den USA fast keinen Bergiff für Sparquote gibt? Die rasanten Exportgewinne werden in Dtl. wohl in den nächsten Jahren nicht zu erwarten sein, es sieht in Asien wohl etwas stabiler aus als im Artikel beschrieben, aber wenn die USA sich nicht vor den Karren spannt, werden in Asien keine deutschen Maschienen zur Produktion für Exportgüter gen USA gekauft. Im Grunde sehe ich den Schnitt so dramatisch er sein wird als Gesundung. Wachstum wird nun nicht zwigend zu einem krebsartigen Geschwür sondern sich vllt. in kleineren, sicheren Prozessen mit viel Innovationskraft vollziehen. Für Deutschland bedeutet das, meiner Meinung, nach vor allem den Binnenmarkt und das Innoavationsumfeld zu stärken. Den in einem gesättigten Markt kann man fast nur mit Innoavationen wachsen. Interessabt wird sein, ob sich die USA vom Welthandel etwas abschotten wird um die eigene Wirtschaft zu stabilisieren.
awfj 31.10.2008
das ist ja ein dramatischer artikel. ob es wirklich so weit kommt, wage ich aber zu bezweifeln. immerhin gibt es auch einige anzeichen dafür, dass diese krise nicht ganz so schwer ausfallen wird. ein fallender ölpreis entlastet [...]
das ist ja ein dramatischer artikel. ob es wirklich so weit kommt, wage ich aber zu bezweifeln. immerhin gibt es auch einige anzeichen dafür, dass diese krise nicht ganz so schwer ausfallen wird. ein fallender ölpreis entlastet unternehmen und konsumenten weltweit. ebenfalls sinkende preise für andere rohstoffe. chinesen und inder wollen doch auf einmal nicht mehr nicht auto fahren. warum sollten sie also nicht lokomotive für die weltwirtschaft spielen? die menschen in den westlichen industrienationen haben sicher schon alles, verzichten somit auch mal auf den autokauf. inder und chinesen wollen aber weiterhin einen höheren lebensstandard MIT auto, handy usw.
Der Emigrant 31.10.2008
Eine selbsterfüllende Profezeihung. Vor daher sind solche Schlagzeilen unverantwortlich von den Medien. Eben noch hatte ich vor, heute abend viel Geld im Restaurant auszugeben. Nun schreibt der Spiegel, dass ich bald kein Geld [...]
Eine selbsterfüllende Profezeihung. Vor daher sind solche Schlagzeilen unverantwortlich von den Medien. Eben noch hatte ich vor, heute abend viel Geld im Restaurant auszugeben. Nun schreibt der Spiegel, dass ich bald kein Geld mehr habe. Dann bleibe ich doch heute abend lieber zuhause, und der Restaurantbesitzer wird morgen mangels der 100 Euro von mir mit dem Kopf nicken und sagen: "Stimmt, was ich da gestern im Spiegel gelesen habe." Ohne solche Meldungen wären die Probleme nur halb so schlimm.
keoki 31.10.2008
Man liest immer nur schlechter, schlechter, besch... Man kann eine Rezession auch herbeischreiben. Wie die Börse ist das ganze nur eine Gefühlssache. Es liegt in Ihrer Verantwortung, werte Journalie
Man liest immer nur schlechter, schlechter, besch... Man kann eine Rezession auch herbeischreiben. Wie die Börse ist das ganze nur eine Gefühlssache. Es liegt in Ihrer Verantwortung, werte Journalie
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