Auch das Szenario "Soft-Sozialismus - Die Skandinavisierung der Welt" ist ein optimistisches - doch hier wächst der Einfluss des Staates auf die Wirtschaft erheblich. Die Krise treibt die Länder in ein "neues halbstaatliches Wirtschaftsmodell". Nur durch umfassende Konjunkturprogramme und eine politisch gesteuerte radikale Umgestaltung des internationalen Wirtschaftssystems lassen sich "globale Rezession und Zerfall westlicher Wohlstandsgesellschaften" vermeiden.
Regierungen und internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds und die Weltbank greifen, im Gegensatz zur Weltwirtschaftskrise vor rund 80 Jahren, hart durch: "Banken und andere Großunternehmen werden verstaatlicht oder aber unter strenge staatliche Aufsicht gestellt, Managergehälter begrenzt und die Finanzarchitektur reformiert."
All diese Maßnahmen sind erfolgreich: Die Aktienmärkte stabilisieren sich, die Kurse steigen bald wieder, das staatliche Handeln bringt Vertrauen in die Märkte. "Langfristig rentiert sich das massive Engagement der öffentlichen Hand - zum Wohle aller." Letztlich profitieren auch die Staaten von ihrem finanziellen Engagement und machen, wie Schweden in den neunziger Jahren, sogar noch Gewinne.
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