Das Szenario "Globale Depression - Zusammenbruch der Weltwirtschaft" ist ein pessimistisches, das jedoch keinen grundsätzlichen Fehler im kapitalistischen Wirtschaftssystem sieht. Der Grund für die Krise liegt vielmehr im Vertrauensverlust der Banken untereinander, die sich gegenseitig kein Geld mehr leihen, in der Angst der Sparer sowie in einer Massenhysterie. "Trotz vorübergehender staatlicher Hilfen gerät die Realwirtschaft in den Sog der Finanzmarktkrise." Das Ergebnis ist eine "weltweite, lang anhaltende Rezession", ähnlich der "Großen Depression" in den dreißiger Jahren.
Die Regierungen vermeiden staatliche Konjunkturprogramme und Eingriffe in die Wirtschaft, sie setzen lediglich auf "wachstumsorientierte Maßnahmen", die allerdings den konjunkturellen Abschwung nicht abbremsen. Die staatliche Einlagensicherung genügt nicht, um das Vertrauen in die Märkte zurückzubringen, zögerliche Hilfsmaßnahmen kommen zu spät und greifen nicht. In diesem Szenario liegt die Realwirtschaft am Boden, Millionen von Menschen verlieren ihre Jobs. Autokonzerne schließen Werke, manche Staaten stehen vor dem Bankrott. Der "kleine Mann" bekommt den Abschwung zu spüren, der Konsum geht massiv zurück. In Folge einer Abwärtsspirale kommt es zu einer weltweiten Rezession.
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