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18.11.2008
 

Krise in Taiwan

Einkaufsgutscheine sollen Konjunktur ankurbeln

Amerika hat es vorgemacht, Taiwan zieht nach: Das asiatische Land will den Wirtschaftsabschwung mit Hilfe von Shopping-Gutscheinen bekämpfen. Insgesamt kostet dieses Konjunkturprogramm mehr als zwei Milliarden Euro.

Taipeh - Jeder der 23 Millionen Bürger im Land, egal ob Kind oder Greis, arm oder reich, erhält einen Einkaufsgutschein im Wert von 3600 Taiwan-Dollar (86 Euro). Das gab Regierungschef Liu Chao-Shiuan am Dienstag bekannt. Vom chinesischen Neujahrsfest Ende Januar bis Dezember 2009 können die Taiwaner damit in Supermärkten und in Restaurants bezahlen.

Taiwanerinnen im Schuhladen: Einkaufsgutscheine für jeden
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REUTERS

Taiwanerinnen im Schuhladen: Einkaufsgutscheine für jeden

Insgesamt kostet das Konjunkturprogramm 82 Milliarden Taiwan-Dollar, knapp zwei Milliarden Euro. Die Regierung hofft, dass das Bruttoinlandsprodukt 2009 durch die zusätzlichen Ausgaben um 0,64 Prozent steigen wird.

Taiwan hatte erst kürzlich seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr von fast 4,8 Prozent auf 4,3 Prozent nach unten revidiert. Experten meinen, dass diese Einschätzung immer noch zu optimistisch ist. Die Exporte, wichtigster Wachstumstreiber der Insel, waren im Oktober um mehr als acht Prozent eingebrochen.

Im vergangenen Herbst hatten auch die USA mit Hilfe von Steuerrückzahlungen versucht, ihre lahmende Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Das amerikanische Konjunkturpaket hatte staatliche Ausgaben im Gesamtvolumen von 168 Milliarden Dollar vorgesehen. Den größten Teil davon, 152 Milliarden Dollar, erhielten die Bürger als Steuerrückzahlung in Form von Schecks. Allerdings wurden diese häufig zur Rückzahlung von Kreditkarten- oder Hypothekenschulden genutzt und flossen damit nicht in den Konsum.

sam/AFP

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