Wirtschaft



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18.11.2008
 

Kongress zögert

US-Autobauer bitten um Milliarden-Hilfe

Die Chefs der drei großen US-Autobauer warnen vor einem Kollaps der Branche. Ford, Chrysler und General Motors baten den Kongress um einen neuen Milliarden-Staatskredit. Doch die Konzerne können so schnell nicht mit staatlicher Hilfe rechnen.

Washington - Der Kongress zögert mit Hilfe für die angeschlagene Auto-Industrie. Zuerst lehnte es Finanzminister Henry Paulson ab, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar-Pakets für die Banken an Ford, Chrysler und General Motors abzuzweigen. Dann gab es auch im Abgeordnetenhaus Vorbehalte.

Vergeblich drängten die drei Konzerne. Ein neuer Kredit in Höhe von 25 Milliarden Dollar (20 Milliarden Euro) sei nötig, "um die Liquiditätskrise zu überleben", sagte Chrysler-Vorstandschef Robert Nardelli am Dienstag von einem US-Senatsausschuss. "4,5 Millionen Menschen hängen von dieser Industrie ab. Ohne Unterstützung könnten fast drei Millionen von ihnen binnen zwölf Monaten ihren Job verlieren." Neben Nardelli sagten Ford-Chef Alan Mulally und der Vorstandsvorsitzende von General Motors, Rick Wagoner, aus.

Der demokratische Ausschussvorsitzende Christopher Dodd sagte jedoch den Managern, ihre Branche suche eine "Behandlung für weitgehend selbst zugefügte Wunden". Der republikanische Senator Mike Enzi kritisierte, die Finanzkrise sei "nicht der einzige Grund, warum die heimische Automobilindustrie in Schwierigkeiten ist". Er nannte ineffiziente Produktionsstrukturen und kostspielige Tarifverträge.

Die US-Demokraten um den künftigen Präsidenten Barack Obama wollen die 700 Milliarden Dollar aus dem Banken-Rettungspaket der Regierung anzapfen, um den schwer angeschlagenen Autobauern zu helfen. Präsident George W. Bush und die meisten Republikaner lehnen das ab. Sie wollen, dass die Autokonzerne frei über ein bereits bewilligtes Kredit-Paket von ebenfalls 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht ist.

als/AP/dpa

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