Wirtschaft



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20.11.2008
 

Kapitalsuche

General Electric umwirbt Staatsfonds aus Singapur und China

General Electric will weitere Staatsfonds aus Asien als Aktionäre gewinnen - um ausreichend Kapital zu bekommen. Im Gegenzug bietet der US-Mischkonzern seinen Partnern technologische Expertise und Personalausbildung an.

Hamburg- Die ersten Partnerschaften gibt es schon, weitere sollen folgen: Das Unternehmen spreche unter anderem mit Temasek und GIC aus Singapur sowie CIC und Safe aus China über die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen, sagte der internationale Chef von General Electric (GE), Ferdinando Beccalli-Falco, der "Financial Times Deutschland". Diese Investoren hielten bisher keinen oder nur einen kleinen Anteil am Unternehmen.

Im Juli hatte GE eine enge Zusammenarbeit mit dem Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi angekündigt. Wie im Fall Mubadala geht es GE auch bei den anderen Staatsfonds einerseits um gemeinsame Projekte, andererseits um Kapitalbeteiligungen an GE. "Wir sprechen mit ihnen darüber, wie beide Seiten Mittel für Investitionen in den Ländern der Partner bereitstellen: in Infrastruktur zum Beispiel, Flugzeugtriebwerke, Technologie zur Wasseraufbereitung und -entsalzung sowie Medizintechnik", sagte Beccalli-Falco. "GE bietet darüber hinaus technologische Expertise und Personalausbildung. Dafür wollen wir ein Engagement. Wenn es eine Partnerschaft gibt, sollten die Fonds eine Beteiligung bei uns eingehen."

Im Mediengeschäft will der Konzern ebenfalls international zulegen. "Wir sind außerhalb der USA bisher nicht stark präsent. Deswegen wollen wir im Ausland expandieren", betonte Beccalli-Falco. In Deutschland suche man im Medienbereich ebenfalls Kooperationspartner. "Wir sind in Gesprächen. Es wäre interessant zu sehen, ob wir hier eine Partnerschaft bilden können", sagte der Manager. Dabei geht es nicht um eine Beteiligung. "Wir wollen keine Anteile kaufen, keine Gesellschaft übernehmen. Sondern wir prüfen, ob eine deutsche Gesellschaft die Inhalte oder Marken wie CNBC oder andere GE-Marken nutzen kann."

Die kriselnde Finanzsparte GE Capital hat eine Bürgschaft der US-Regierung bekommen. Weiter werde man aber nicht gehen, stellte der Manager fest: "GE wird auf gar keinen Fall direkte Staatshilfe, kein Kapital annehmen."

sam/dpa-AFX

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