Hamburg - In den vergangenen Tagen rankten sich bereits Gerüchte um einen Abgang der Xing-Legende Lars Hinrichs. Jetzt steht fest: Der Gründer und Unternehmenschef wird seinen Posten im Vorstand des europäischen Business-Netzwerks zum 15. Januar 2009 niederlegen und in den Aufsichtsrat wechseln.
Hinrichs hatte Xing im Jahr 2003 unter dem Namen OpenBC gegründet, drei Jahre später ging das Unternehmen an die Börse. Inzwischen verfügt das Netzwerk über rund 6,5 Millionen Mitglieder. In den ersten neun Monaten des Jahres machte Xing einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro. Zuletzt soll es bei Xing eine Kontroverse über die Nutzung von Mitgliederdaten gegeben haben. Dies könnte der Grund für den Rückzug von Hinrichs sein, verlautete es in Kreisen. Xing selbst äußerte sich nicht dazu.
Hinrichs Nachfolger an der Xing-Unternehmensspitze wird der bisherige Ebay-Deutschlandchef Stefan Groß-Selbeck, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bereits am Freitag hatte die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gemeldet, dass Hinrichs sein Amt als Vorstandsvorsitzender niederlegen wird. Xing selbst hatte dies am Freitag noch dementiert.
Groß-Selbeck war bei Ebay bis zuletzt für das Deutschland-Geschäft, einer der größten Ländereinheiten innerhalb des amerikanischen Online-Handelkonzerns, zuständig. Vor kurzem hatte Ebay allerdings einen umfangreichen Umbau bekannt gegeben, bei dem viele Zentralaufgaben wie Marketing von Berlin - dem deutschen Sitz des Unternehmens - nach Bern und London verlagert werden sollen.
cvk/dpa/dpa-AFX
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