Wirtschaft



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02.12.2008
 

Wirtschaftskrise

Automarkt in den USA bricht dramatisch ein

Der November wurde in den USA zum Horrormonat für Autobauer: General Motors verkaufte 41 Prozent weniger Fahrzeuge als im gleichen Monat des Vorjahrs, Toyota, Ford und Daimler verloren je rund ein Drittel - und der Porsche-Absatz halbierte sich fast. Nur Kleinwagen legten zu.

New York - Die Talfahrt hält an: Zahlreiche Autohersteller mussten auch im November drastische Einbußen beim Verkauf in den USA hinnehmen. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hat im November in den USA erneut einen kräftigen Absatzeinbruch erlitten. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei um 41 Prozent auf 154.877 Stück zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Detroit mit. Die Zahl der verkauften Pkw sank danach um 44 Prozent auf 58.786 Fahrzeuge, außerdem wurden mit 96.091 Stück 39 Prozent weniger Lastwagen als im Vorjahreszeitraum verkauft.

Ford-Händler in den USA: Absatz ist um 30 Prozent eingebrochen
DPA

Ford-Händler in den USA: Absatz ist um 30 Prozent eingebrochen

Auch der US-Autoriese Ford gab bekannt, dass 30 Prozent weniger PKW verkauft worden seien als ein Jahr zuvor. Die Verkäufe seien im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 123.222 Fahrzeuge gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dearborn mit. Während der Absatz der Marke Volvo um 46,5 zurückging und sich damit fast halbierte, lag das Minus bei den Marken Ford, Lincoln und Mercury insgesamt bei 29,8 Prozent.

Ebenso trifft die Krise die deutschen Autobauer: Bei BMW Chart zeigen ging die Zahl der verkauften Fahrzeuge 26,8 Prozent auf 19.762 Fahrzeuge zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Seit Jahresbeginn sank der Absatz um 6,8 Prozent auf 281.564 Einheiten. Von der Marke BMW wurden mit 15.217 Fahrzeugen im November 36,1 Prozent weniger verkauft. Die Nachfrage nach Kleinwagen war hingegen ungebrochen: Die Marke Mini verzeichnete mit einem Plus von 43,1 Prozent auf 4545 Fahrzeuge.

Konkurrent Daimler Chart zeigen verkaufte im November ebenfalls deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahr. Der Absatz sei insgesamt um 29,9 Prozent auf 15 991 Autos zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ohne die Einführung der Marke Smart wäre der Rückgang noch stärker ausgefallen. Der Smart wird erst seit Januar in den USA verkauft und kam im November auf 1889 verkaufte Exemplare.

Porsche Chart zeigen erlitt ebenfalls einen markanten Absatzeinbruch. Die Auslieferungen seien um 46 Prozent auf 1493 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen mit. Davon seien 1.378 Fahrzeuge auf den US-Markt entfallen. Von der Baureihe Cayenne wurden mit 781 Fahrzeugen 40 Prozent weniger ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Auch der Absatz von Volkswagen Chart zeigen schrumpfte: Die Verkäufe seien binnen Jahresfrist um 19,2 Prozent auf 14.295 Einheiten gesunken, teilte Volkswagen of America mit. Seit Jahresbeginn gingen die Verkaufszahlen um 2,1 Prozent zurück.

Ebenso verzeichnete Toyota Chart zeigen drastische Einbußen: Der US-Absatz des japanischen Autobauers Toyota Motor brach im November um ein Drittel ein. Im abgelaufenen Monat seien in den USA mit 130.307 Fahrzeugen 33,9 Prozent weniger verkauft worden als im Vorjahr. Die Marke Toyota verzeichnete ein Minus von 33,8 Prozent auf 114.084 Stück, der Absatz der Marke Lexus ging um 34,7 Prozent auf 16.223 Stück zurück.

Insgesamt signalisieren die Zahlen einen branchenweiten deutlichen Rückgang an Neuwagen-Käufen angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA hin. Im Oktober wurden in den USA 10,6 Millionen Fahrzeuge verkauft, das war der schlechteste Wert seit mehr als 25 Jahren und lag deutlich unter den 16 Millionen Fahrzeugen 2007, wie das Marktforschungsunternehmen Autodata mitteilte. Viele Analysten hatten mit Blick auf die umfangreichen Werbe- und Verkaufsaktionen und dem zurückgehenden Benzinpreis mit etwas besseren Zahlen im November gerechnet.

Die großen US-Autobauer versuchen indes verzweifelt, ihr Überleben zu sichern: Ford und die anderen angeschlagenen US-Autobauer General Motors Chart zeigen(GM) und Chrysler unternehmen in dieser Woche einen neuen Anlauf, an Staatsgelder von 25 Milliarden Dollar zu kommen. Vor 14 Tagen waren sie von den Abgeordneten abgewiesen worden, weil sie konkrete Vorschläge für die Sanierung nicht vorzuweisen hatten.

cvk/AP/Reuters/ddp

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