Wirtschaft



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10.12.2008
 

Konjunktur

IWF will Wachstumsprognose weiter senken

Der Internationale Währungsfonds sieht weiter Abwärtsrisiken für die Konjunktur - und steht kurz davor, seine trübe Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft weiter nach unten zu revidieren. Ende 2009 sei aber mit einer Erholung zu rechnen.

Frankfurt am Main - Große Hoffnung macht sich der Internationale Währungsfonds (IWF) derzeit nicht: Die ohnehin wenig zuversichtliche IWF-Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft und die meisten wichtigen Länder wird voraussichtlich nicht mehr lange Bestand haben - und bald korrigiert werden. Nach unten: Der stellvertretende geschäftsführende IWF-Direktor, John Lipsky, kündigte am Mittwoch in Frankfurt am Main an, "dass wir im Januar unsere Prognosen wohl abermals senken müssen".

Lipsky verwies darauf, dass mittlerweile fast alle entwickelten Volkswirtschaften in der Rezession seien und dass weiterhin Abwärtsrisiken für die Konjunktur bestünden. Zudem gebe es keine fundamentale Wende auf den Finanzmärkten. Vor diesem Hintergrund unterstrich er, dass weitere expansive wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur notwendig seien.

Da in einigen Wirtschaftsräumen, etwa den USA und Japan, die geldpolitischen Zinsen bereits auf einem sehr niedrigen Niveau lägen, seien dort "vor allem fiskalpolitische Impulse notwendig". Lipsky äußerte sich aber zuversichtlich, dass angesichts der geballten Stabilisierungsbemühungen ab Ende 2009 weltweit mit einer konjunkturellen Erholung zu rechnen sei.

Im November hatte der IWF bereits gegenüber seinem "Weltwirtschaftsausblick" vom Oktober nach unten korrigierte Wachstumsprognosen vorgelegt. Darin hatte der Währungsfonds für 2009 nur noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,2 Prozent vorhergesagt, verglichen mit einem Wachstum von 3,7 Prozent in diesem Jahr.

Für den IWF stellt ein so niedriges Wachstum eine globale Rezession dar. Für die USA sagte der IWF dabei einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent voraus, für Deutschland ein Minus von 0,8 Prozent und für die gesamte Eurozone ein Minus von 0,5 Prozent.

hen/ddp

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