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Autozulieferer Schaeffler schließt Conti-Übernahme ab

Aufatmen bei Schaeffler: Das Familienunternehmen hat seine Anteile am Reifenhersteller Continental erfolgreich angepasst und kontrolliert jetzt 49,9 Prozent. Damit hält Schaeffler die vorgeschriebene Beteiligungsgrenze ein.

Herzogenaurach/Hannover - Nach langen Querelen hat Schaeffler den Einstieg bei Continental Chart zeigen auf den Weg gebracht. "Die Schaeffler Gruppe hält nun 49,9 Prozent der Stimmrechte an der Continental AG und ist damit ihr größter Aktionär", teilte Schaeffler am Donnerstag mit. Die darüber hinaus angedienten Aktien seien an Finanzinstitute übertragen worden.

Conti-Reifen: Schaeffler schafft den Einstieg
DPA

Conti-Reifen: Schaeffler schafft den Einstieg

Erst Anfang der Woche hatte der Schaeffler-Konzern weitere Conti-Anteile an Finanzinstitute weitergereicht. Schaeffler darf der Übernahmevereinbarung zufolge bis August 2012 maximal 49,99 Prozent der Conti-Aktien halten. Dem fränkischen Familienunternehmen wurden jedoch nach der Übernahmeofferte im Sommer 82 Prozent der Anteile angeboten, acht Prozent hielt es zudem bereits.

Schaeffler musste deshalb rund 40 Prozent der Aktien weiterreichen. Am Montag gab das Frankfurter Bankhaus Metzler bekannt, dass es nun 3,99 Prozent der Conti-Anteile hält. Zuvor hatte schon die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim mitgeteilt, bei Continental eingestiegen zu sein und 5,48 Prozent zu halten.

An einer höheren Beteiligung dürfte Schaeffler kaum Interesse haben. Dann nämlich müsste das Unternehmen eventuell für Schulden aufkommen, die Continental bei der Übernahme der Siemens-Tochter VDO angehäuft hat. Conti hat dafür Kredite in Höhe von rund elf Milliarden Euro aufgenommen.

"Mit dem Abschluss der Übernahme ist der Weg frei, die Verbindung der Unternehmen schnell und pragmatisch umzusetzen", sagte Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Marktveränderungen in der Automobilindustrie stünden beide Unternehmen vor großen Herausforderungen und hätten keine Zeit zu verlieren. "Es gilt nun, konstruktiv zusammen zu arbeiten und sich auf die Sachthemen und das Geschäft zu konzentrieren", erklärte Geißinger.

suc/Reuters/dpa

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