Hamburg - Es sind erstaunliche Zahlen in Zeiten schlechter Konjunktur: Der Hamburger Otto-Konzern wird trotz der schwierigen Wirtschaftslage sein Geschäftsjahr positiv abschließen. "Wir gehen davon aus, dass wir trotz des sehr schlechten Marktumfelds unseren Umsatz mit 1,7 Milliarden Euro knapp auf Vorjahresniveau halten werden", sagte Rainer Hillebrand, Vorstand für Vertrieb, Marketing und E-Commerce am Mittwoch in Hamburg. "Bislang ist der extreme Abschwung in unserem Geschäft noch nicht angekommen."
Grund dafür ist vor allem das Geschäft im Online-Bereich: Hier steigerte sich der Umsatz um 35 bis 38 Prozent auf 850 Millionen Euro. "E-Commerce ist der entscheidende Motor unserer Entwicklung", sagte Hillebrand - weshalb man auch im kommenden Jahr weiter in diesem Bereich investieren wolle. "Wir glauben, dass es in solchen Zeiten wichtig ist, auf unsere Stärken zu schauen und sich von dem Krisengerede nicht kirre machen zu lassen."
Auch für das kommende Jahr zeigte sich Hillebrand "vorsichtig optimistisch". Zwar könne zum jetzigen Zeitpunkt keiner verlässlich sagen, wie sich die Wirtschaftslage weiter entwickle. Man gehe aber davon aus, das Wachstum weiter zu halten und werde auch in Bezug auf Arbeitsplätze "keine negativen Meldungen" verkünden müssen.
Weltweit arbeiten 53.000 Menschen bei der Otto-Gruppe, in der Hamburger Zentrale sind es 7800 Angestellte. Der Konzern bringt pro Jahr 60 verschiedene Kataloge heraus, die in zehn Ländern verkauft werden. Das Titelmodell für den aktuellen Frühjahrskatalog ist die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen.
sam
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