Düsseldorf - Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge 3,5 Milliarden Euro in das europäische Energieleitungsnetz investieren. Das berichtete das Handelsblatt am Mittwoch vorab unter Berufung auf ein Kommissionspapier. Die Pläne würden in der kommenden Woche in Brüssel vorgestellt. Mit dem Schritt ziehe die Europäische Union (EU) Konsequenzen aus der russisch-ukrainischen Gaskrise. "Diese Verwundbarkeiten muss man schnell abstellen", zitiert das Blatt Kommissionskreise.
Nach mehr als zweiwöchiger Unterbrechung fließt seit Dienstag wieder Gas von Russland über die Ukraine nach Westeuropa. Zahlreiche, vor allem osteuropäische Länder waren zuvor tagelang von der Versorgung mit russischem Gas abgeschnitten gewesen.
Die Kommission plant laut Bericht, die nationalen Leitungsnetze in der EU besser zu verbinden. Die Mitgliedstaaten müssten im Falle einer erneuten Versorgungskrise in der Lage sein, sich gegenseitig zu beliefern. Konkret plane die EU-Behörde Investitionen in die Gas- und Stromverbindungen zwischen Skandinavien, Polen und dem Baltikum. Davon könnte auch die geplante Ostsee-Pipeline profitieren, hieß es in Brüssel.
Auch sollen die Leitungsnetze in Osteuropa besser verknüpft werden, insbesondere zwischen Rumänien, der Slowakei, Österreich und Ungarn. Die Slowakei hatte besonders schwer unter dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine gelitten.
amz/ddp/dpa
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