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Hilfe für Dax-Konzerne Auf dem Weg in die Staatswirtschaft

8. Teil: Zuletzt: Förderung für die Unangreifbaren

Oktober: Bleiben noch wenige Dax-Unternehmen, die sich wahrscheinlich nach Staatshilfe etwas strecken müssen. Aber will man deutsche Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Medizintechnik und Rohstoffe tatsächlich außen vor lassen, wenn allen anderen direkt oder indirekt geholfen wird? Schließlich handelt es sich um drei Schlüsselbranchen, die über die Zukunftsfähigkeit einer Volkswirtschaft mit entscheiden werden.

Bergbau von K+S: Schlüsselbranche für die Zukunftsfähigkeit der Volkswirtschaft
K+S Aktiengesellschaft

Bergbau von K+S: Schlüsselbranche für die Zukunftsfähigkeit der Volkswirtschaft

Der Pharmakonzern Merck Chart zeigen zum Beispiel hat zehn Milliarden Euro für das Biotechnologie-Unternehmen Serono bezahlt, um als größter europäischer Biotechnologiekonzern weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care Chart zeigen hat erst kürzlich fast vier Milliarden Dollar in die Hand genommen, um mit der Übernahme des Generikaherstellers APP seine Stellung auf dem US-Markt zu festigen. Beiden droht auf dem wichtigen US-Markt Unbill, wenn Obama mit seiner Gesundheitsreform Ernst macht.

Und der Düngemittelhersteller K+S Chart zeigen leidet massiv unter dem Verfall der Rohstoffpreise. Er beackert das einzige Feld, in dem Deutschland Rohstoffe exportiert statt importiert - mit Blick auf den weltweiten Nahrungsbedarf ein strategischer Konzern. Ist das etwa kein Grund für Staatshilfe?

Und überhaupt: K+S, FMC und Merck sorgen dafür, dass der ohnehin finanz- und autolastige Dax etwas breiter aufgestellt wird. Solche Stabilitätsfaktoren sollte man doch nicht außer Acht lassen.

Was bleibt? Die 30 Dax-Konzerne könnten zu guter Letzt alle auf Hilfe des Steuerzahlers zurückgreifen, manche mehr, manche weniger. "Der Gewinn ist dann privat, der Verlust aber staatlich", warnt Lüder Gerken, Vorsitzender der Freiburger "Stiftung Ordnungspolitik". Der Bürger werde gezwungen, für den Erfolg riskanter unternehmerischer Entscheidungen zu bürgen. Die Logik der Entwicklung erkennt jedoch auch Kritiker Gerken an. "Deshalb heißt er ja so: Bürger."

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