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04.02.2009
 

Protektionismus

Welche Staaten die Weltwirtschaft abwürgen

Von Stefan Schultz

6. Teil: Lateinamerika

Eine andere Protektionismus-Gefahr droht in Lateinamerika. Diese Länder könnten der Weltwirtschaft vor allem mit Zollerhöhungen zusätzlich zusetzen. Länder wie Argentinien und Brasilien haben bereits die Einfuhrzölle für Automobile und Fleisch erhöht.

Argentinische Farmer: Zollerhöhungen für Fleischimporte
REUTERS

Argentinische Farmer: Zollerhöhungen für Fleischimporte

Doch die Obergrenze für Zölle ist noch lange nicht erreicht. Viele südamerikanische Staaten erheben derzeit weit niedrige Einfuhrgebühren, als sie es nach den derzeit gültigen Verträgen des Gatt-Abkommens dürften. Brasilien etwa könnte seinen Durchschnittszoll von derzeit knapp 13 auf 30 Prozent anheben, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

"Die Schwellenländer machen mir mehr Sorgen als die Industriestaaten", sagt Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, der "Welt". "Wenn sie als Wachstumstreiber ihre vertraglichen Zölle ausschöpfen, haben wir ein Riesenproblem."

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