Von Stefan Schultz
Hamburg - Spätabends muss sich Sebastian Bärhold plötzlich rechtfertigen. Am Telefon ist ein Mann, der ihm vorwirft, Geld aus Pakistan und Indien in die Schweiz zu schieben. Dabei betreibt Bärhold eigentlich ein wesentlich freundlicheres Business: Er ist einer der sechs Gründer des Online-Diensts Amiando, über den Nutzer Partys und Events planen.
Unangenehmerweise ist der Anrufer einer von Bärholds wichtigsten Geschäftspartnern. Der Mann wickelt die meisten Kreditkartenzahlungen für Amiando ab - ohne ihn würde der Betrieb schnell im Zahlungschaos versinken.
Nun will der Geschäftspartner binnen 48 Stunden kündigen, falls er keine Erklärung dafür bekommt, warum er auf einmal lauter Zahlungen aus exotischen Ländern ausführen muss.
Bärhold hat gerade das Asien-Geschäft angekurbelt - ohne zu bedenken, dass der sprunghafte Anstieg von Überweisungen im Ausland den Risikoalarm beim Partner auslöst. Es bedarf einiger Anstrengung, das Missverständnis zu klären.
Stresssituationen wie diese sind für viele Gründer von Start-ups Alltag. New-Economy-Unternehmer wie Lars Hinrichs (Xing), Lukasz Gadowski (Spreadshirt) oder Jens Schumann (Tipp24
) haben allesamt Momente durchlebt, in denen das Geschäft, das sie über Monate mühsam aufgebaut hatten, plötzlich wegen eines Details vor dem Scheitern stand. Letztlich haben sie die Probleme gemeistert - binnen Jahren bauten sie ihre IT-Buden zu Aktiengesellschaften auf, die auch die Krise der Web-Wirtschaft überlebten.
Es gibt bestimmte Erfolgsfaktoren, die den Aufbau eines Start-ups begünstigen. Welche, hat Torsten Oelke in einem Buch zusammengetragen. 13 erfolgreiche Start-up-Macher hat er porträtiert und eine Reihe Eigenschaften gefunden, mit denen man im Büroalltag eines Konzerns anecken würde. Und er hat festgestellt, dass Gründer diese Eigenschaften bisweilen gezielt einsetzen, um typische Hindernisse zu überwinden.
Wie ticken Gründer? SPIEGEL ONLINE hat aus 13 Erfolgsstorys die Eigenschaften des idealen Start-up-Chefs abgeleitet:
Auf anderen Social Networks posten:
muss ich widersprechen - streckenweise. Mit Behördern und Ämtern habe wir nie Sorgen gehabt, Wenn doch, war man zu 99,9 % selbst schuld. Was im Wege steht, ist Klüngel und Vetternwirtschaft. Ohen Connections geht so gut wie [...] mehr...
Aber nur "hintenrum", im realen Umfeld werden Erfolgreiche ganz schön angehimmelt und sie sind es, die Jobs machen, die anderen Brot verschafft. Und ist Neid nicht die höchste Form der Anerkennung? Kennen Sie nicht das [...] mehr...
Beim hamburger Gründerforum ( im hamburger RateHaus ) durfte sich sogar eine private Hilfsorganisation ( gilt als Liebhaberei , nicht als Unternehmung ) präsentieren ; man muss also nur die "richtigen" Leute kennen ( [...] mehr...
Das wichtigste ist vor allem Risikobereitschaft. Das extrem hohe Risikobereitschaft nicht gerade mit einem gesunden Charakter einher geht sollte jedem klar sein. Nicht zu vergessen auch: Auf jeden der es geschafft hat kommen 10 [...] mehr...
Fortsetzung Auch die Wissenschaft hat gut funktionierende Fehler- Erkennungs- und Korrektur- 'Mechanismen' entwickelt: die innere Konstruktvalidierung (wie die Beweisführung innnerhalb der Mathematik), oder die äussere [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Start-ups in Deutschland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH