Wirtschaft



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12.02.2009
 

Bergbau

China plant größte Auslandsinvestition aller Zeiten

Mega-Deal in der Rohstoffbranche: Der chinesische Aluminiumkonzern Chinalco will 19,5 Milliarden Dollar in den australischen Giganten Rio Tinto stecken. Die Chinesen gewännen so erheblichen Einfluss auf die weltweite Bauxit-, Kupfer- und Eisenproduktion.

Sydney - China bereitet die größte Auslandsinvestition aller Zeiten vor: Das staatliche Aluminiumunternehmen Chinalco will 19,5 Milliarden Dollar (15,1 Milliarden Euro) in den australisch-britischen Bergbauriesen Rio Tinto Chart zeigen investieren.

Eisenerz-Abbau in Australien: Widerstand von der Regierung
REUTERS

Eisenerz-Abbau in Australien: Widerstand von der Regierung

In die Beteiligung an Aluminium-, Bauxit-, Kupfer- und Eisenerzbergwerken sollten 12,3 Milliarden Dollar fließen, teilte Chinalco am Donnerstag mit. Weitere 7,2 Milliarden Dollar seien für Anleihen vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt in Rio-Tinto-Aktien umgewandelt werden könnten.

Die australische Regierung kündigte allerdings sofort an, schärfere Regeln für Auslandsinvestitionen zu prüfen. Sie könnte den Deal damit noch blockieren.

Die Volksrepublik braucht Rohstoffe

Sollte Chinalco zum Zuge komme, könnte China seinen Anteil an dem angeschlagenen australischen Unternehmen auf mindestens 15 Prozent steigern. Laut Vereinbarung soll Chinalco außerdem zwei Sitze in der Konzernführung von Rio Tinto erhalten.

Chinalco war im Februar 2008 gemeinsam mit dem US-Konzern Alcoa für 14,2 Milliarden Dollar bei Rio Tinto eingestiegen. Schon damals handelte es sich um die bis dahin höchste chinesische Auslandsinvestition.

Die geplante Investition in Rio Tinto spiegele "unser anhaltendes Vertrauen in die langfristigen Perspektiven der Industrie und der chinesischen Wirtschaft" wider, erklärte Chinalco-Chef Xiao Yaqing. Zugang zu Rohstoffen hatte in den vergangenen Jahren entscheidend zu Chinas Wirtschaftsboom beigetragen. Die große Nachfrage aus der Volksrepublik nach Rohstoffen hatte auch die Wirtschaft in Australien angekurbelt.

Chinalco muss sich nun nach Einschätzung von Experten auf eine strenge Prüfung durch die australische Regierung einstellen. Außerdem müssen die Investitionen der Chinesen noch von den Rio-Tinto-Aktionären abgesegnet werden.

Rio Tinto ist einer der größten Bergwerkskonzerne der Welt. Er hatte sich vor zwei Jahren schwer verschuldet, um den Rivalen Alcan zu übernehmen. Der größere Konkurrent BHP Billiton, ebenfalls ein britisch-australischer Konzern, hatte eine feindliche Übernahme von Rio Tinto Ende November abgeblasen. Rio Tinto hat fast 39 Milliarden Dollar Schulden. Die Firma hat bereits begonnen, Beteiligungen abzustoßen, und will 14.000 Arbeitsplätze einsparen.

Wegen der stark gefallenen Rohstoffpreise geriet Rio Tinto in der zweiten Hälfte 2008 tief in die roten Zahlen. Dadurch schrumpfte der Gewinn im Gesamtjahr um 50 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar.

wal/AFP/dpa-AFX

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30.09.2009 von laowai1: ..genau...

da trifft jemand des pudels kern.... mehr...

29.09.2009 von gue5003: Standards

Genau auf diese Standards fahren u n s e r e westliche Kapitalisten und Vordenker ab. Man könnte ja auch zuhause produzieren, planen und verwalten, aber da wäre ja die Rendite um ein p a a r Prozente kleiner... Wie schlau [...] mehr...

29.09.2009 von amerzenich: Gefahr - nur wird sie nicht gesehen

China wird zur Gefahr, denn nach westlichen Werten läuft hier eine ganz große Wettbewerbsverzerrung. 1.) Kinderarbeit ist hier verboten. 2.) Zeitarbeit in den Fabriken. 3.) Arbeitsschutz ist die Geißel des Westens. Gegen [...] mehr...

29.09.2009 von Ghanima22:

Eine Realitaet an die man sich gewoehnen wird. Chance - Gefahr fuer westlich Staaten? Westlich Staaten werden sich wohl daran gewoehnen muessen nicht mehr die erste Geige zu spielen, mit Konzernen hat das wenig zu tun, die sind [...] mehr...

29.09.2009 von Berto v. Klick: Potential werden die Chinesen nicht für kurzfristigen Profit entgehen lassen

Abwarten, die Chinesen denken nicht im Sinne von Quartalsbilanzen und es gibt nicht die Privatprofiteure á la Exxon usw. Wenn die sich jetzt in Afrika engagieren, dann werden sie die Länder - im Gegensatz zum kolonialen Westen - [...] mehr...

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