Wirtschaft



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17.02.2009
 

US-Milliardär

Trumps Casino ist pleite

Nichts geht mehr: Die Casino-Gruppe des US-Milliardärs Donald Trump ist pleite. Das Unternehmen meldete Insolvenz mit Gläubigerschutz nach US-Recht an. Dem Zusammenbruch ging ein heftiger Streit zwischen Trump und seinen Investoren voraus.

New York - Kein Glück mit dem Glücksspiel: Die von US-Milliardär Donald Trump gegründete Casino-Gruppe Trump Entertainment Resorts, zu der drei Casinos in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey gehören, meldet zum dritten Mal Insolvenz an. Die Schulden der Gesellschaft inklusive mehrerer Töchter belaufen sich jetzt den Angaben nach auf 1,7 Milliarden Dollar bei noch vorhandenen Vermögenswerten von 2,1 Milliarden Dollar.

Trump-Casino in Atlantic City: 1,7 Milliarden Dollar Schulden
AP

Trump-Casino in Atlantic City: 1,7 Milliarden Dollar Schulden

Der 62-jährige Immobiliengeschäftsmann Trump ist Großaktionär der Gruppe: Er hält 28 Prozent der Anteile. Der Antrag auf Gläubigerschutz soll verhindern, dass Maßnahmen zur Umstrukturierung des Unternehmens, die Trump erarbeitet hatte, zurückgenommen werden.

Trump war Ende vergangener Woche nach Meinungsverschiedenheiten mit den Gläubigern von seinem Posten als Chef des Verwaltungsrats zurückgetreten. Er hoffe aber auf eine Rückkehr auf den Posten, zitiert ihn das "Wall Street Journal". Nach eigenen Angaben hatte Trump auch angeboten, die Gruppe ganz zu übernehmen. Dies hatten die Investoren aber nach mehreren gescheiterten Verhandlungen abgelehnt. Trump hatte daraufhin angedroht, er würde nun rechtliche Schritte erwägen, um den Namen Trump aus der Firmenbezeichnung entfernen zu lassen.

Die Casino-Branche leidet massiv unter der Wirtschaftskrise. Die Glücksspielstadt Atlantic City kämpft zudem mit scharfer Konkurrenz in den umliegenden Bundesstaaten. Ziel sei jetzt, einen "harten Sanierungskurs" einzuschlagen, um den Schuldenberg abzubauen und wieder in die Gewinnzone zu kommen, sagte der Chef der Trump-Casinos, Mark Juliano.

Angeschlagene amerikanische Unternehmen können Gläubigerschutz gemäß Kapitel elf des US-Insolvenzrechts zur Sanierung nutzen. Sie werfen auf diese Weise Ballast ab und ordnen ihre Schulden neu. Die Verfahren können sich aber über Jahre hinziehen, der Ausgang ist offen.

kaz/dpa/AFP/AP

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