Hamburg - Die Deutsche Post
plant Einsparungen und eine neue Unternehmensstrategie. Eine Änderung, die die Mitarbeiter besonders interessieren dürfte, ist die Tatsache, dass die Post ihre Mitarbeiter ab kommendem Jahr länger arbeiten lassen will. "Es ist meiner Meinung nach keine Katastrophe, wenn jeder täglich zehn Minuten länger arbeitet", sagte Post-Chef Appel, 47, der "Süddeutschen Zeitung".
Die Post hat 2008 erstmals seit dem Börsengang rote Zahlen geschrieben, erwartet nach Angaben von Appel für 2009 aber ein "signifikant besseres" Ergebnis. Der Post-Chef will nach eigenen Worten die Produktivität im Briefgeschäft verbessern. "Wenn die Durchschnittserträge sinken, die Mengen der Post gleich bleiben und die Briefträger berechtigterweise mehr verdienen wollen, dann geht dies nur über längere Arbeitszeiten", sagte er. Der aktuelle Tarifvertrag laufe noch bis Mitte 2010. "Dann müssen wir handeln."
Damit die Mitarbeiter nicht an ihre Belastungsgrenzen stießen, brauche man "intelligente Lösungen": "Dann arbeitet ein 25-Jähriger eben länger und spart dies für das Alter. Es gibt keine einheitlichen Lösungen für alle Mitarbeiter", sagte Appel.
kaz/ddp
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